EU-Kommission handelt gegen illegalen Holzeinschlag
Die EU-Kommission hat ein umfassendes Maßnahmenbündel
zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und des damit
verbundenen Handels mit illegal geschlagenem Holz beschlossen.
(vv) - Zu den wichtigsten Elementen des Maßnahmenpakets
zählen die Errichtung freiwilliger Partnerschaften mit den
besonders betroffenen Ländern und eine Verordnung, mit der
gewährleistet werden soll, dass nur Holz, das in den Partnerländern
legal geschlagen wurde, in die EU eingeführt werden kann.
Daneben möchte die Europäische Kommission auch eine
verantwortungsvolle Forstpolitik in den Entwicklungsländern
fördern.
Poul Nielson, für Entwicklung und humanitäre Hilfe
zuständiger Kommissar, erklärte dazu: "Alle wichtigen
Holz exportierenden Länder müssen die zentrale Rolle
erkennen, die sie bei der Bekämpfung des internationalen
Handels mit illegal geschlagenem Holz übernehmen müssen.
Heute sind wir mit gutem Beispiel vorangegangen. Ich hoffe sehr,
dass andere folgen werden." Die für Umwelt zuständige
Kommissarin, Margot Wallström, ergänzte: "Auf dem
Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg haben
wir uns zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und des
damit verbundenen Handels verpflichtet. Die heutigen Initiativen
beweisen unsere Entschlossenheit, uns an unsere Verpflichtungen
zu halten."
Der illegale Holzeinschlag und der Handel mit diesem Holz verursachten
verheerende Umweltschäden in den Entwicklungsländern.
Der illegale Holzeinschlag gehe eng mit Korruption und schlechter
Regierungsführung einher und kostet die Regierungen der betroffenen
Länder nach Kommissionsangaben jährlich rund 10-15 Mrd.
Euro. Er führe zur Verarmung der ländlichen Gemeinden
in den Entwicklungsländern, deren Existenz von den Waldressourcen
abhängt.
Auf dem Weltgipfel in Johannesburg verpflichtete sich die EU
zur Zusammenarbeit mit den Holz erzeugenden Ländern bei der
Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und des Handels mit
illegal geschlagenem Holz. In den letzten zehn Jahre habe die
EG mehr als 650 Mio. Euro für die Erhaltung und nachhaltige
Bewirtschaftung der noch verbliebenen Waldbestände in Asien,
Zentralafrika und Südamerika zur Verfügung gestellt.
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