Umweltbundesamt: Treibhausgase in Klimaanlagen ersetzen
Das Umweltbundesamt hat die Autoindustrie zum
Ersatz von klimaschädlichen Treibhausgasen in den Klimaanlagen
von Fahrzeugen aufgefordert.
(vv) - Wer das Klima schützen wolle, dürfe nicht nur
auf das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) schauen. Fluorierte Treibhausgase
schädigten das Klima bis zu 24.000 mal mehr als CO2, stellte
das Amt in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht fest.
Fluorierte Treibhausgase seien in vielen alltäglichen Produkten
enthalten, zum Beispiel als Kältemittel in Klimageräten
und Pkw-Klimaanlagen, teilweise auch als Treibmittel in Dämmstoffen
und in Sprühdosen. Allein in den Klimaanlagen der Pkw in
Deutschland seien rund 13.700 Tonnen fluorierte Treibhausgase
enthalten. Bereits 1997 wurden diese Stoffe in die Verpflichtungen
zur internationalen Emissionsreduktion im Rahmen des Kyoto-Protokolls
aufgenommen.
Entwickelt wurden die fluorierten Treibhausgase von der chemischen
Industrie vor allem als Ersatzstoffe für die ozonschichtschädlichen
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Tatsächlich beeinflussen
die Ersatzgase die Ozonschicht nicht sie sind aber wesentlich
wirksamere Treibhausgase als CO2.
Wie der Bericht des UBA zeige, gebe es für viele Bereiche
heute Alternativen, inzwischen auch für die Auto-Klimaanlagen.
Die Hersteller hätten hier innovative Lösungen mit CO2
als Kältemittel entwickelt, die das Klima weniger schädigen.
"Nun gilt es diese Technik schnellstmöglich in neue
Modelle einzubauen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz",
forderte der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge.
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