Trittin verstärkt Forschung für Solartechnik
Umweltminister Trittin will die Forschung für
Solartechnik verstärken. Deutschland soll weltweit führend
in der Nutzung der Sonnenenergie werden.
(vv) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne)
hat heute ein neues Konzept zur Forschungsförderung für
die Solartechnologie vorgestellt: "Wir wollen weltweit führend
in der Nutzung der Sonnenenergie werden", sagte Trittin bei
einem Besuch des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
(ZSW) in Stuttgart. Mit rund 25 Mio. Euro jährlich fördert
das Umweltministerium derzeit Projekte zur Solartechnologieentwicklung.
Künftig will der Minister die Förderung verstärken.
Ziel sei es, die Kosten zu senken und die Wirkungsgrade der Produkte
weiter zu erhöhen. Trittin: "Nur mit einer deutlich
effizienteren Technik wird sich die Solarbranche im Wettbewerb
behaupten können. Die Chancen stehen gut: Deutschland ist
bereits jetzt nach Japan weltweit führend in der installierten
Solarstromproduktion und steht in der Technologieentwicklung an
der Spitze".
Das Förderkonzept "Photovoltaik-Forschung" ist
Teil der Forschungsförderung des Bundes für alle Formen
der erneuerbaren Energien. "Wir investieren jährlich
insgesamt mehr als 60 Millionen Euro, um das Innovationspotenzial
aller erneuerbaren Energien zu nutzen und so den Ausbau der Solarenergie,
der Windkraft und der Geothermie voranzubringen. Nur mit einer
intensiven Forschungsförderung werden wir unsere ehrgeizigen
Ausbauziele erreichen", sagte Trittin. Mit der Novelle des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verfolgt die Bundesregierung
das Ziel, bis 2020 mindestens 20% des Stroms aus erneuerbaren
Energien zu decken.
Wenn Deutschland seine führende Rolle in der Technologieentwicklung
halten wolle, müssten sowohl für Forschung und Entwicklung
als auch für die Markteinführung die Rahmenbedingungen
stimmen. Mit der Novelle des EEG und den erhöhten Vergütungssätzen
für Solarstrom sieht Trittin Deutschland weiter auf Erfolgkurs.
Die Branche boome, so dass die installierte Leistung in diesem
Jahr erneut um 50% wachsen dürfte. Bereits jetzt gibt es
in der Branche nach Angaben des Bundesverbandes für Solarindustrie
10.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze.
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