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- 07.06.2004 -

 

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Keine Einigung über Rußfilter

Bundeskanzler Schröder und die Automobilindustrie haben bei dem Autogipfel in Berlin keine Entscheidung über die umstrittenen Rußfilter für Dieselfahrzeuge getroffen.

(vv) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Verband der Europäischen Automobilindustrie (ACEA) forderten die Europäische Kommission zu einer schnellen Entwicklung der der Euro V-Norm auf. Auf Basis dieser neuen europäischen Abgasnorm soll dann die Förderung schadstoffarmer Autos geregelt werden.

Das Aktionsbündnis "Kein Diesel ohne Filter", zu dem sich mehrere Umweltorganisationen zusammengeschlossen haben, hatte zuvor ein schnelle Entscheidung des Bundestags über die Rahmenbedingungen der steuerlichen Förderung von Rußfiltern für Diesel-Pkw ab 2005 gefordert. Schwere Vorwürfe richtete die das Aktionsbündnis koordinierende Deutsche Umwelthilfe (DUH) an die deutsche Automobilindustrie und insbesondere an VW-Vorstandschef Pischetsrieder. Dieser wolle die Einführung des Partikelfilters verzögern.

Darüber hinaus trete VW für höhere Grenzwerte beim Dieselruß ein. Während sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin für den vom Berliner Umweltbundesamt vorgeschlagenen Wert von 2,5 mg/km entschieden habe, wolle der VW-Chef einen vier- bis fünfmal höheren Rußwert von 10 bis 12,5 mg/km durchsetzen, wirft ihm die Deutsche Umwelthilfe vor.

Auch der Naturschutzbund NABU forderte, Dieselrußfilter flächendeckend einzuführen. Mit modernen Partikelfiltern könne schon jetzt technisch eine drastische Reduzierung des Ausstoßes krebserregender Rußpartikel um mehr als 90 Prozent erreicht werden, weshalb zurzeit kein Weg an der Einführung dieser Technik vorbeiführe, so der NABU.

 

 Mehr Informationen:

Deutsche Umwelthilfe

NABU

 

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