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- 04.06.2004 -

 

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Schröder fordert neue Energiepolitik

Bundeskanzler Schröder hat ein Ende der Öl-Abhängigkeit und eine globale Energiewende hin zu einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien gefordert.

(vv) - Die aktuelle Entwicklung der Erdölpreise belegt, wie dringend eine globale Umorientierung der Energiepolitik auf erneuerbare Energien ist. Dies erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Donnerstag in seiner Rede bei der "renewables 2004", der Weltkonferenz für erneuerbare Energien in Bonn. Von der Konferenz solle ein klares Signal für den weltweiten Ausbau der Energiegewinnung aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft ausgehen. Ziel sei es, die Abhängigkeit der Energieversorgung vom Öl langfristig zu verringern.

Deutschland erhöht Hilfen für Entwicklungsländern

Die Bundesregierung will die Hilfen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz weiter erhöhen. Bundeskanzler Schröder kündigte an, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsverbilligte Darlehen für Investitionen in Entwicklungsländern mit einem Volumen von bis zu 500 Millionen Euro vergeben werde. Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 in Johannesburg hatte Schröder bereits zugesagt, dass Deutschland im Rahmen der Entwicklungs-Zusammenarbeit innerhalb von fünf Jahren 500 Millionen Euro für erneuerbare Energien und weitere 500 Millionen Euro für die Steigerung der Energieeffizienz investieren wird.

Umweltverbände begrüßen Schröders Aussagen

Die deutschen Umweltverbände haben die Aussagen Schröders zu einer weltweiten Energiewende begrüßt und dazu weitere konkrete Schritte auf nationaler und internationaler Ebene gefordert. "Der Weg in eine neue Energiezukunft ist offen, aber noch nicht frei", sagte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl.

Greenpeace: Abschlusserklärung droht zu verwässern

Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet jedoch, dass die Abschlusserklärung der Bonner Konferenz, über die die Minister und Delegierten am Donnerstag noch verhandeln, zu verwässern droht. Vor allem die USA und die Erdöl exportierenden Länder versuchten, eine aussagekräftige Abschlusserklärung zu verhindern. So wollten sie beispielsweise nicht einmal unterschreiben, dass Erneuerbare Energien eine wichtige Energiequelle der Zukunft sind. Andere Länder wie etwa Australien versuchen nach Angaben von Greenpeace, neue Kohlekraftwerke als "erneuerbar" zu verkaufen.

"Jetzt ist besonders die EU gefordert", sagte Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace. "Sie muss sich dafür einsetzen, dass die Abschlusserklärung ein konkretes Ziel formuliert: 20 Prozent Erneuerbare Energie bis 2020."

Energiewende hat friedensfördernde Dimension

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) betonte angesichts hoher Energiepreise, einer zunehmenden Rohölverknappung und des daraus resultierenden Konfliktpotenzials die friedensfördernde Dimension einer neuen Energiepolitik. Dies habe auch Bundeskanzler Schröder in seiner Rede herausgestellt.

 


Mehr Informationen:

renewables 2004

Video-Übertragung der Konferenz

vista verde: Erneuerbare Energien


Der aktuelle Medienspiegel zur Konferenz:

Frankfurter Rundschau: Die Chancen erneuerbarer Energien

FAZ.NET: Die Solargeneration will Taten sehen

taz: Der Kanzler setzt auf heiße Luft

Monitor: Rot-Grüne Klimapolitik: Wie vorbildlich ist Deutschland wirklich?

taz: "Eure erneuerbare Energie ist Öko-Kolonialismus"

DIE ZEIT: Erdöl: Lunte an der Weltwirtschaft

DIE ZEIT: Erdöl: Für ein paar Barrel mehr

Frankfurter Rundschau: Die Armen setzen auf Erneuerbare Energien

taz: Versagt Rot-Grün als ökologischer Erneuerer, Herr Hennicke?

W wie wissen: Windenergie: Flopp oder Chance?

W wie wissen: Strom aus Silage und Gülle

FAZ.NET: "Das Zeitalter der erneuerbaren Energien beginnt"

nano: Neue Energien braucht das Land

taz: Brennpunkt: Energiekonferenz "Renewables 2004"

tagesschau.de: Renewables: Aufbruch in die Nachhaltigkeit?

Deutsche Welle: Dossier zur Konferenz

Deutschlandfunk: Schwerpunkt "Erneuerbare Energien"

e.velop: Erneuerbare Energien: Chancen für die Dritte Welt


© ArtToday

Bundeskanzler Schröder hat ein Ende der Öl-Abhängigkeit und eine globale Energiewende hin zu einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien gefordert.

 

 Mehr Informationen:

renewables 2004

Video-Übertragung der Konferenz

Bundesregierung

BMU - BMZ

DNR - BUND - Greenpeace

 

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