Bündnis für mehr Windkraft
Naturschützer und Windbranche haben ein
Bündnis für den gezielten Ausbau der Windenergie geschlossen.
(vv) - Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Bundesverband
Windenergie (BWE) haben am Dienstag zu Beginn der Internationalen
Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn ein Bündnis
für den gezielten Ausbau der Windenergie geschlossen. "Wir
brauchen aus Klimaschutzgründen eine neue Energiepolitik,
die auf zwei Säulen beruht: der Energieeffizienz bzw. dem
Energiesparen und den regenerierbaren Energien. Windenergieanlagen
an geeigneten Standorten zählen zu den wichtigsten erneuerbaren
Energien", sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.
Bei der Errichtung von Windenergieanlagen an ungeeigneten Standorten
könnten häufig Konflikte auftreten, die zu Kritik in
der Bevölkerung bis hin zu einem Imageverlust der eigentlich
umweltfreundlichen Energieerzeugung führten. Um dies zu vermeiden,
müssten Windenergieanlagen an geeigneten Standorten errichtet
werden. Ein weiterer Ausbau der Windenergie solle deshalb nur
noch nach frühzeitiger und sorgfältiger Prüfung
der Standorte unter Einbeziehung aller wesentlichen ökologischen
und sozialen Bedürfnisse erfolgen.
DNR und BWE haben deshalb gemeinsam Standards für die Auswahl
von Standorten erarbeitet und empfehlen deren Anwendung für
den weiteren Ausbau der Windenergie. Dabei geht es um den Mindestabstand
von Windparks zu Ortschaften, um die Artenvielfalt und um den
Landschaftsschutz. Die Verbände hoffen, dass eine möglichst
große Zahl an Herstellern, Projektentwicklern und Investoren
diese Standards als freiwillige Selbstverpflichtung bei ihren
Projekten anwenden.
In Deutschland sind bereits 13.000 Megawatt Windleistung installiert.
Eine Steigerung der Windenergie an Land auf etwa 25.000 MW halten
die Verbände für realistisch.
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