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- 01.06.2004 -

 

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Experte: "Klima-Gipfel gab es genug"

Zum Auftakt der Konferenz für Erneuerbare Energien "renewables 2004" hat die Klimaschutzorganisation "Germanwatch" eine breite Koalition angeregt.

Hamburg (vv) - "Germanwatch"-Experte Christoph Bals forderte im Gespräch mit dem ARD-Nachrichtenportal "tagesschau.de" die Selbstverpflichtung möglichst vieler Bonner Konferenz-Teilnehmerstaaten auf einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien. Es solle regelmäßig überprüft werden, ob die Selbstverpflichtung eingehalten werde.

"Was wir brauchen, ist ein funktionierender Prozess und kein einmaliger Gipfel. Davon hatten wir genug in der Vergangenheit", so Bals mit Blick auf das festgefahrene Klimaabkommen von Kyoto. "Wenn es gelingt, für Kyoto auf diese Weise einen 'By-Pass' zu legen, könnte das in Zukunft auch in anderen Politikbereichen gelingen. Dann ist die Konferenz ein Erfolg gewesen."

Besondere Bedeutung hat nach Bals Worten die Entwicklung in China. Sollte es dort ein Gesetz zu den erneuerbaren Energien geben, wäre dies ein "riesiger Durchbruch", da die Preise für die Technologien der erneuerbaren Energien "dadurch schnell nach unten gedrückt werden".

"Fossile ins Museum"

Unter dem Motto "Fossile ins Museum - die Zukunft ist erneuerbar" warben Umweltorganisationen zum Auftakt der Konferenz für einen schnellen Abschied von der Stromerzeugung auf Basis von Kohle, Öl und Erdgas und für einen Umstieg auf erneuerbare Energien.

"Über die veralteten Dinosaurier der fossilen Energieversorgung werden sich künftige Generationen im Museum wundern", sagte Angelika Zahrnt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Und sie werden sich fragen, warum es so lange gedauert hat, bis die klimaschädlichen Energiequellen durch moderne umweltfreundliche Technologien zur Stromerzeugung abgelöst wurden." Die Umweltstiftung WWF forderte die EU auf, ihren Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 auf 25 Prozent erhöhen.

 

 Mehr Informationen:

renewables 2004

tagesschau.de

Germanwatch

BUND

WWF

 

 Lesen Sie auch:

Erneuerbare-Energien- Konferenz in Bonn eröffnet

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