Sonnenenergie boomt in Deutschland
Die deutsche Solarindustrie hat ihre Produktion
im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.
(vv) - Auch in diesem Jahr rechnet die Branche aufgrund massiv
gestiegener Nachfrage mit einem Zuwachs in etwa derselben Größenordnung.
Dies geht aus dem aktuell erschienenen Photovoltaik-Branchenreport
der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) hervor. 2004
würden rund 20.000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung
von über 200 Megawatt neu installiert. Dies entspreche einem
Umsatz von erstmals über einer Milliarde Euro.
Deutschland habe seine Führungsposition auf dem weltweiten
Photovoltaikmarkt weiter ausbauen können und würde nur
noch von Japan übertroffen. Inzwischen seien vier deutsche
Produzenten in die weltweite Top-Ten Liste der Solarzellenhersteller
aufgerückt. Die Exportquote der deutschen Solarindustrie
liege gegenwärtig bei rund 20 Prozent. Nach Einschätzung
des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltverändeungen
soll Solarstrom weltweit langfristig die wichtigste Energiequelle
werden.
Die Produktion von Solarmodulen habe sich von 38 MW im Jahr 2002
auf 83 MW im Jahr 2003 mehr als verdoppelt. Für 2004 wird
ein Anstieg auf 180 Megawatt aus deutscher Herstellung prognostiziert.
Damit habe sich die Modulproduktion in nur vier Jahren verzehnfacht
(2000: 17,6 MW). Dies geht aus dem im Auftrag der Unternehmensvereinigung
Solarwirtschaft vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
IÖW erstellten und am Freitag veröffentlichten Photovoltaik-Branchenreport
hervor.
Derzeit zählt die Solarstromindustrie in Deutschland 43
Hersteller mit 15.000 Beschäftigten. Zusammen mit der Solarwärme
seien in den letzten sechs Jahren rund 27.000 Arbeitsplätze
geschaffen worden. Laut Prognosen der UVS sollen 2010 in der deutschen
Solarbranche insgesamt rund 100.000 Menschen arbeiten.
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