China setzt auf erneuerbare Energien
China setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien
- Vorbild ist das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz.
(vv) - Ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien wird
im Juni in den chinesischen Gesetzgebungsprozess eingebracht.
Experten der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ) beraten die chinesiche Nationale Entwicklungs- und Reformkommission
bei seiner Entwicklung.
Chinas Stromerzeugung basiert überwiegend auf heimischer
Kohle. Die Kraftwerke sind zumeist veraltet und ineffizient, was
zu hohen Kosten und enormen Umweltbelastungen führt. Aufgrund
des hohen Wirtschaftswachstums in China steigt der Stromverbrauch
stark an. Um die Versorgungs- und Umweltprobleme zu lösen,
will China verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Damit
die Markteinführung beschleunigt wird, bilden feste Einspeisungsvergütungen
das Kernstück des neuen Fördergesetzes. Vorbild ist
das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Erneuerbare Energien
zur Wärmeversorgung und im ländlichen Bereich sollen
über einen Fonds gefördert werden.
Zusätzlich sieht der Entwurf zinsgünstige Darlehen
und Steuervergünstigungen vor. "Durch die Bündelung
der Maßnahmen könnte schnell ausländisches Kapital
auf den chinesischen Markt gelangen", sagt Jens Drillisch,
GTZ-Experte für Energiepolitik. Aufgrund des langwierigen
Gesetzgebungsprozesses wird das Gesetz frühestens Ende 2005
in Kraft treten, erläutert Paul H. Suding, GTZ-Programmleiter
in Peking. Bei der Internationalen Konferenz für Erneuerbare
Energien in Bonn (renewables 2004) wird die Volksrepublik mit
rund 60 Delegierten vertreten sein.
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