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- 27.05.2004 -

 

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Neue Studien befürworten Biomasse

Die Biomasse hat das Zeug zur neuen Nummer eins der Regenerativen Energien, sagen zwei neue Studien.

(jkm) - Biomasse könnte bis zum Jahr 2030 gut 14 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken. Zu diesem Schluss kommt eine vom Bundesumweltministerium geförderte Studie unter Leitung des Darmstädter Öko-Instituts. Die Nutzung von Holzabfällen, anderen Reststoffen und gezielt angebauten Pflanzen könnte demnach Klima und Natur schützen und gleichzeitig über 200.000 Arbeitsplätze schaffen.

Ähnliche Resultate liefert eine Untersuchung des WWF und der Vereinigung der europäischen Biomasseindustrie (AEBIOM). Demnach könnten die OECD-Länder sogar bis 2020 etwa 15 Prozent ihrer Stromgewinnung von Kohle auf Biomasse umstellen. Dies würde den jährlichen Kohlendioxidausstoß um eine Milliarde Tonnen senken, schätzt die Naturschutzorganisation.

Bei der Verbrennung von Biomasse wird Kohlendioxid freigesetzt, der beim Pflanzenwachstum aus der Luft aufgenommen wurde und beim natürlichen Abbau des Materials wieder in die Atmosphäre gelangt wäre. Zudem könnte aus bislang ungenutzten Abfällen und Reststoffen ähnlich viel Energie gewonnen werden wie aus einem nachhaltigen Anbau von "Energiepflanzen", glauben Uwe Fritsche, Forscher am Öko-Institut, und seine Kollegen.

"Die Politik hat die enormen Potenziale der Biomasse bislang vernachlässigt", so Claudia Kunz vom WWF angesichts der nächste Woche beginnenden Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sei jedoch ein Schritt in die richtige Richtung. Auch die Forscher des Öko-Institutes halten eine konsequentere Nutzung der vorhandenen Potenziale und Flächen für angebracht. In diesem Falle könnten in 25 Jahren 16 Prozent des Stroms, 10 Prozent der Wärme und 15 Prozent des Treibstoffs für Kraftfahrzeuge aus Biomasse stammen.

 


© ArtToday

Biomasse hat das Zeug zur neuen Nummer eins der Regenerativen Energien.

 

 Mehr Informationen:

Öko-Institut: Energetische Nutzung von Biomasse

Umweltstiftung WWF

vista verde. Bioenergie

 

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