Umfrage: Kein Genmais in deutschen Supermärkten
Genveränderter Mais ist nach einer Umfrage
des ZDF derzeit nicht in deutschen Supermärkten zu finden.
Zukünftig könnte dies jedoch anders werden.
(vv) - Trotz der europaweiten Verkaufszulassung der neuen Maissorte
BT-11 ist dieser genveränderte Mais derzeit nicht in den
Sortimenten der großen deutschen Lebensmittelketten zu finden.
Zu diesem Ergebnis kommt eine als Stichprobe geführte Telefon-Umfrage
der Sendung "ZDF.umwelt" bei den Einzelhandelsketten
Edeka, Kaiser's, Tengelmann, Plus, Aldi Nord, Lidl, Kaufhof, Rewe,
Penny, Minimal, HL, Karstadt und Metro.
Nach mehr als fünf Jahren kann ab Mai 2004 wieder eine neue
gentechnisch veränderte Maissorte in den europäischen
Lebensmittelhandel kommen. Das hat die EU-Kommission am vergangenen
Mittwoch entschieden. Grundlage ist dabei das Inkrafttreten einer
EU- Richtlinie vom 1. April 2004, die die Kennzeichnungspflicht
für gentechnisch veränderte Lebensmittel regelt. Mit
ihrer Entscheidung hat die EU-Kommission bisher aber nur den Import
und die Vermarktung der süßen Maissorte BT-11 der Schweizer
Firma Syngenta zugelassen, der Anbau ist in Europa weiterhin untersagt.
Spätestens zum Jahresende 2004 könnte der Kunde aber
mit genverändertem Mais in Berührung kommen und vor
eine völlig neue Kaufentscheidung gestellt werden. Einzelne
Pressesprecher der befragten zwölf Handelsketten wiesen darauf
hin, dass durch eine erhöhte Nachfrage der Weltvorrat an
natürlichem Mais "immer enger wird" und einige
Hersteller dann gezwungen seien auf US-Mais zurückzugreifen.
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