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- 18.05.2004 -

 

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Energieversorger ohne Strategie für Klimawandel

Viele Energieversorger haben laut einer aktuellen Studie noch keine Strategie für den Klimawandel.

(vv) - Viele Energieversorger haben noch keine Strategie für den Klimawandel. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie "Supply Essentials: Utilities Global Survey 2004", die die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers jetzt vorgestellt hat. In der Studie wurden 178 Führungskräfte von Energieversorgern in aller Welt interviewt.

Laut der Studie wollen die Unternehmen ihr Umwelt-Engagement in den nächsten Jahren stärker kommunizieren. Jedoch können derzeit nur 43 Prozent der befragten Unternehmen eine komplette oder zumindest teilweise Strategie vorweisen, wenn es um das Thema Klimawandel geht. In Europa sind es sogar nur 41 Prozent der Konzerne (2003: 58 Prozent). 26 Prozent der Unternehmen weltweit (Europa: 22 Prozent) gaben an, gar keine Strategie für den Klimawandel zu haben.

Die wachsende Bedeutung der Schadstoffreduzierung bei der Stromerzeugung akzeptieren inzwischen die meisten Versorgungsunternehmen in aller Welt: 65 Prozent von ihnen stehen dem bevorstehenden Emissionshandel positiv gegenüber und erachten ihn als "positiv für das Geschäft". In Europa teilt dagegen nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) der befragten Unternehmen diese Auffassung. Als Grund für die Zurückhaltung in Europa wird die Unsicherheit über zukünftige Emissionsrechte und die gesetzlichen Rahmenbedingungen genannt.

Stromausfälle größte Sorge der Energieversorger

Nach den großen Stromausfällen von New York, London und Mailand im vergangenen Jahr ist die Furcht vor weiteren Störungen bei den Energieunternehmen in aller Welt gestiegen. Für 65 Prozent der Versorgungsunternehmen steht die Sicherheit der Stromversorgung an erster Stelle. Im Vorjahr rangierte das Thema Sicherheit noch auf dem vierten Platz. In Europa rechnen 91 Prozent der Versorger künftig mit regelmäßigen Ausfällen. Verstärkt wird diese Sorge durch den wachsenden globalen Energiebedarf, der umfangreiche Investitionen in bestehende und neue Leitungsnetze und in die Stromerzeugung erfordert.

Gas weitet seinen Anteil im Energie-Mix aus

Die Studie macht auch auf die Veränderungen im Energie-Mix der europäischen Versorger aufmerksam. Gas weitet demnach seinen Anteil als Energielieferant im Vergleich zur Kohle weiter aus: Werden Kraftwerke in Europa heute noch zu 31 Prozent mit Kohle und zu 27 Prozent mit Gas betrieben, so wird sich dieses Verhältnis in zehn Jahren zu Gunsten von Gas (dann 31 Prozent) gegenüber Kohle (dann 24 Prozent) wandeln.

 


© ArtToday

Viele Energieversorger haben laut einer aktuellen Studie noch keine Strategie für den Klimawandel.

 

 Mehr Informationen:

PwC: Die Studie "Supply Essentials: Utilities Global Survey 2004" sowie die Untersuchung "Climate Change and the Power Industry" können Sie im pdf-Format herunterladen
 

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