vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i r t s c h a f t   &   E n e r g i e



- 14.05.2004 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]



 

Flugverkehr ohne Impulse für den Umweltschutz

Das Umweltbundesamt fordert wirksame Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs zu begrenzen.

(vv) - Aus Anlass der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin diskutierte das Umweltbundesamt (UBA) mit Vertretern von Umwelt- und Verkehrsbehörden, Flughäfen, Luftverkehrsgesellschaften und Forschungsinstituten verschiedener europäischer Länder, wie die bislang eher vernachlässigten Umweltschutzaspekte im Flugverkehr besser zu berücksichtigen seien.

Troge: durchgreifende Maßnahmen dringend erforderlich

Der Präsident des UBA, Andreas Troge sagte dazu: "Aus Gründen des Umweltschutzes ist die Entwicklung des Flugverkehrs mit Sorge zu betrachten. Der Flugverkehr wächst wieder jährlich um rund fünf Prozent. Wir rechnen in den nächsten 20 Jahren noch einmal mit einer Verdopplung der Verkehrsleistung. Das macht durchgreifende Maßnahmen zum Schutz des Klimas durch die steigenden Flugverkehrsemissionen dringend erforderlich. Wir brauchen wirksame Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs zu begrenzen. Nur wenn der Flugverkehr auch für die durch ihn verursachten Umweltkosten aufkommt, kann hier der Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschritten werden."

Umweltprobleme spielen auf der Messe keine Rolle

Debatten zur Nachhaltigkeit oder zur stark wachsenden Umweltproblematik des Flugverkehrs spielten bei ILA 2004 keine Rolle, so das UBA. Dabei sie der Flugverkehr bislang kein nachhaltiger Verkehrsträger. Umweltaspekte würden zuwenig berücksichtigt. Die technologischen Verbesserungen würden durch den Zuwachs beim Flugverkehr mehr als kompensiert, die Folge: Die klimarelevanten Emissionen stiegen weiter an.

Umweltkosten dem Verursacher anlasten

Aus Sicht des UBA muss daher ein Rahmen geschaffen werden, in dem die Umweltkosten durch den Flugverkehr nach dem Verursacherprinzip ermittelt und dem Nutzer angelastet werden. Mögliche Instrumente hierfür seien Abgaben oder die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel.

30 Millionen Menschen von Fluglärm betroffen

Während auf der ILA neue Großflugzeuge von einem weiter wachsenden Flugverkehr kündeten, wachse die Klimabelastung stetig und liege neuesten Ergebnissen zufolge möglicherweise bei deutlich über fünf Prozent am gesamten, vom Menschen verursachten Treibhauseffekt. Die Luftqualität in den Flughafenbereichen verschlechtere sich und rund 30 Millionen Menschen seien von Fluglärm betroffen, klagt das Umweltbundesamt.

 


© ArtToday

Flugverkehr: Umweltschutzaspekte eher vernachlässigt

 

 Mehr Informationen:

UBA: Verkehr

vista verde: Flugverkehr

 

 Lesen Sie auch:

Studie: Fluglärm kann bis 2020 halbiert werden

Luft- und Raumfahrtkongress: Spritverbrauch bei Flugzeugen sinkt

Umweltbundesamt: Airlines sollen Umweltbelastungen bezahlen

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2004
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung