Umfrage: Deutsche setzen auf regenerative Energien
Bei der Frage nach den Energieträgern der
Zukunft setzen die Deutschen auf erneuerbare Energien aus Wind,
Sonne, Wasser oder Biomasse statt auf Kohle oder Kernkraft.
(vv) - Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Umwelt
2004", einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage
des Instituts für Demoskopie Allensbach, die am Donnerstag
im Rahmen eines Umwelt-Symposiums im ZDF vorgestellt wurde.
In der Umfrage, die im Auftrag von ZDF.umwelt, des Dualen Systems
Deutschland (DSD) und des Wirtschaftsmagazins "Impulse"
durchgeführt wurde, sprach sich die große Mehrheit
der Befragten für Sonne, Wind und Wasser als Energielieferanten
der Zukunft aus. Auf Sonnenenergie hoffen 74 Prozent, auf Windenergie
58 Prozent, Atomkraft und Kohle dagegen rangieren mit 19 bzw.
6 Prozent weit abgeschlagen.
Ein weiteres überraschendes Ergebnis der Studie: Auf die
Frage, wer für die Energiepolitik zuständig sein sollte,
antworteten 44 Prozent, das Umweltministerium, nur 25 Prozent
trauen dem Wirtschaftsministerium die bessere Energiepolitik zu.
Mehr als ein Drittel der Befragten (38 Prozent) bewertete die
derzeitigen Subventionen für die regenerative Energien kritisch.
Mülltrennung als persönlicher Beitrag
zum Umweltschutz
Aus der Allensbach-Studie geht ferner hervor, dass die große
Mehrheit der Bürger die Mülltrennung als wichtigsten
persönlichen Beitrag zum Umweltschutz empfindet. Demnach
sind 95 Prozent der Bürger der Meinung, dass sie durch die
Abfalltrennung selbst etwas zum Umweltschutz beitragen können.
Fast genauso viele sagen, dass auf diesem Gebiet in den letzten
Jahren die größten Erfolge beim Umweltschutz erreicht
wurden. 91 Prozent der Befragten gaben an, zu Hause ihren Müll
zu trennen.
Das ganztägige Symposium "Ölprinz, Kohlefürst,
Sonnenkönig" in Mainz beschäftigte sich in Vorträgen
und Diskussionsrunden mit Fragen einer nachhaltigen Energiezukunft.
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