Geldanlage in Windkraft beliebt
Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage können
35 Prozent der Deutschen sich vorstellen, in Windparkprojekte
zu investieren.
(vv) - Mehr als jeder dritte Deutsche (35 Prozent) kann sich
vorstellen, in den nächsten Jahren in Windenergieprojekte
zu investieren - etwa in Form eines Beteilungsfonds, einer Unternehmensanleihe
oder in Form von Aktien. Das hat eine repräsentative Umfrage
der internationalen Fachmesse WindEnergy ergeben, die beim Meinungsforschungsinstitut
Forsa im Vorfeld der Messe in Auftrag gegeben wurde.
Befragt wurden 1004 Deutsche mit einem Nettohaushaltseinkommen
von über 2000 Euro. Die große Mehrheit (82 Prozent)
der Investitionsbereiten nannte als Grund, Erneuerbare Energien
fördern zu wollen. 41 Prozent möchten mit einer Investition
in Windprojekte Steuern sparen und jeweils ein Drittel der potenziellen
Investoren bewertet sie als eine sichere Geldanlage (36 Prozent)
mit einer guten Rendite (30 Prozent).
Eine Reihe von Finanzdienstleistern, Projektentwicklern und Beteiligungsgesellschaften
stellen auf der Leitmesse der Windenergiebranche in Hamburg sich
und ihre Projekte vor. Bei einem speziellen Programm am Donnerstagabend,
13. Mai, könnten sich Windkraft-Interessierte und Privatinvestoren
ausführlich informieren, so die Messeleitung. Insgesamt präsentieren
auf der WindEnergy 2004 mehr als 320 Aussteller aus 18 Nationen
auf dem Hamburger Messegelände ihre Produkte und Dienstleistungen.
Von Denjenigen, die sich laut Forsa-Umfrage derzeit nicht vorstellen
können, in Windenergie-Projekte zu investieren, denken 47
Prozent, das Investment sei zu unsicher. Jeder Dritte (36 Prozent)
gab an, nicht genug über Beteiligungsmöglichkeiten in
solche Projekte informiert zu sein.
Windkraftbeteiligungsfonds sind das Aushängeschild grüner
Geldanlagen. Dabei hätten diese Anlageprodukte ihr reines
Öko-Image längst abgestreift, so die Messeleitung. Windfonds
könnten sich im Hinblick auf die Rendite mit anderen geschlossenen
Fonds wie Schifffonds oder Medienfonds messen.
Bei Beteiligungsgesellschaften stellen die Investoren in der
Regel direkt Eigenkapital für ein konkretes Windprojekt zur
Verfügung, bei Windfonds beteiligen sie sich aus Gründen
der Risikostreuung an mehreren Projekten. Einer der wichtigsten
Erfolgsfaktoren für Windparks ist die Standortwahl. Eine
weitere Investitionsmöglichkeit stellen Windenergie-Aktien
dar. Hier beteiligt man sich an Unternehmen, die in der Branche
tätig sind, wie etwa große Windkraftanlagen-Hersteller.
Die internationale Fachmesse WindEnergy 2004 findet von Dienstag,
11. Mai, bis Freitag, 14. Mai, statt.
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