Bundespräsident unterstützt Aktion «Rußfreie
Busse»
Mit Unterstützung durch Bundespräsident
Johannes Rau läuft am 15. April die Aktion «Rußfreie
Busse» an.
Berlin (dpa) - Mit der Aktion wollen Umweltschützer die
Luftqualität in den Städten verbessern. «Ich halte
es für sinnvoll, wenn alle neuen Dieselfahrzeuge bereits
vom Werk aus mit einem Partikelfilter ausgestattet werden»,
schrieb Rau der Deutschen Umwelthilfe nach deren Angaben vom Mittwoch.
«Das gilt natürlich auch für Busse». Auch
eine Nachrüstung älterer Fahrzeuge hält Rau für
sinnvoll.
«Nur jeder vierte Bus ist bisher mit Filtern gegen den
Dieselruß ausgestattet», sagte Jürgen Resch von
der Deutschen Umwelthilfe. Dabei könnten die 42 000 Busse
im öffentlichen Personenverkehr einen erheblichen Beitrag
zur Verringerung der Schadstoffbelastung leisten. In Innenstädten
gehen 20 bis 30 Prozent der Rußbelastung auf Busse zurück.
Mindestens 14 000 Menschen sterben demnach jährlich in Deutschland
als Folge von Dieselabgasen. Das sind doppelt so viele wie bei
Unfällen im Straßenverkehr ums Leben kommen.
Die Kampagne, die von großformatigen Anzeigen begleitet
wird, heißt: «Rußfreie Busse, rußfreie
Städte, rußfreie Menschen.» Nach Angaben der
Umweltschützer kostet die Ausrüstung eines Busses mit
einem Dieselfilter etwa 5 000 Euro. Nur damit ließen sich
die von der Europäischen Union von 2005 an geforderten Grenzwerte
für Schadstoffbelatungen in den Innenstädten erreichen.
«Deutschlands Bürgermeister müssen handeln - und
das sofort», fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz
(BUND). Vorbildlich sei bereits Berlin, wo etwa 1000 von 1300
Busse mit Partikelfiltern ausgestattet seien.
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