Vibrationen fördern sparsame Fahrweise
Mit einem Vibrationsalarm für das Gaspedal
wollen Stuttgarter Automobilbauer ihre Kunden zu einer schonenden
Fahrweise ermuntern.
(jkm) - Beschleunigt der Fahrer zu stark oder fährt zu schnell
auf eine Kurve oder ein Stauende zu, mahnen leichte Vibrationen
dazu an, den Fuß vom Pedal zu nehmen. Das Resultat: Der
Fahrer schont Geldbeutel und Umwelt und kommt dabei ebenso schnell
ans Ziel.
"Die Fahrer interpretieren das Vibrieren intuitiv und nehmen
automatisch den Fuß vom Gas", erläutert Werner
Reichelt von der Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Interaktion
bei DaimlerChrysler. Der Experte und sein Team schätzen,
dass mit dem System bis zu 12 Prozent Kraftstoff eingespart werden
können, ohne dass sich die Wegzeiten verlängern.
Der "vorausschauende Antriebsassistent" stützt
sich auf mehrere Datenquellen, unter anderem auf ein GPS-System
und eine digitale Straßenkarte mit Angaben über Geschwindigkeitsbegrenzungen,
Gefälle, Steigungen und Kurvenradien. Wie das Magazin "New
Scientist" berichtet, verfügt ein entsprechend umgerüsteter
Mercedes der S-Klasse zusätzlich über Radarsensoren
zur Abstandsmessung. Anhand der Daten berechnet das System laufend,
wann der Fuß vom Gas genommen werden sollte und macht sich
im Zweifelsfall per Vibrationsalarm bemerkbar.
Erst kürzlich hatten Wirtschaftswissenschaftler der Universität
Hohenheim berechnet, dass allein in Deutschland durch eine vorausschauende
Fahrweise jährlich 10 Milliarden Euro und 24 Millionen
Tonnen Kohlendioxid eingespart werden können.
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