Unionsländer wollen Ausweitung des Dosenpfands verhindern
Die unionsgeführten Bundesländer wollen
eine Ausweitung des Dosenpfands auf Saftkartons und Weinflaschen
verhindern.
München (dpa) - Darauf verständigten sich Politiker
von CDU und CSU bei einem Treffen in München, wie ein Sprecher
des bayerischen Umweltministeriums am Freitag erklärte. Mit
dem hessischen Vorschlag zur Abschaffung des Dosenpfands liege
ein Angebot an die rot-grüne Bundesregierung auf dem Tisch,
das eine ökologisch sinnvolle Lösung mit marktwirtschaftlichen
Mitteln ermögliche, hieß es.
Der Bundesrat will am 12. März über das Dosenpfand
beraten. Hessen will dabei eine Initiative einbringen, nach der
das Pfand durch einen Zuschlag von 10 bis 20 Cent auf Einwegverpackungen
abgelöst werden soll. Dies soll aber erst greifen, wenn die
Mehrwegquote in Deutschland unter 60 Prozent fällt.
Auch bei Unionspolitikern gibt es allerdings Zweifel, ob sich
eine entsprechende gesetzliche Regelung schnell genug erreichen
ließe. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) schlägt
dagegen in einer schon vor Monaten vom Bundestag verabschiedeten
Novelle vor, nach Verpackungsarten und nicht nach dem Inhalt zu
unterscheiden.
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