CO2-Emissionen in Deutschland leicht gestiegen
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
hat weitere Schritte zur Reduzierung von Kohlendioxid angemahnt.
(jkm) - Die deutschen Bemühungen um den Klimaschutz geraten
ins Stocken. Im Jahr 2003 stiegen die Kohlendioxid-Emissionen um
0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr um auf knapp 837 Millionen
Tonnen. Das geht aus einem neuen Bericht des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.
Unter Berücksichtigung der kalten Witterung ergebe sich
rein rechnerisch ein leichter Rückgang der Emissionen um
0,6 Prozent. In Anbetracht der schwachen Konjunktur sei diese
Reduktion jedoch eher gering. "Damit setzt sich die Tendenz
zu einer nur noch verhaltenen Emissionsminderung fort", so
das Berliner Institut in einer Mitteilung.
Zwar gehöre Deutschland zu den wenigen Industrieländern,
in denen die CO2-Emissionen in den 90er-Jahren deutlich reduziert
worden seien. Der größte Teil dieser Verminderung sei
allerdings in die erste Hälfte des Jahrzehnts gefallen -
seitdem gehe der Kohlendioxidausstoß nur noch schleppend
zurück.
Das frühere selbst gesteckte Ziel, die Emissionen bis 2005
um ein Viertel gegenüber 1990 zu senken, sei inzwischen "offenkundig
aufgegeben" worden, so das DIW. Maßgeblich sei nun
das international vereinbarte Ziel, die Treibhausgasemissionen
bis 2008/2012 um 21 Prozent zu senken. "Ohne eine konsequente
Fortsetzung der klimaschutzpolitischen Anstrengungen besteht freilich
die Gefahr, dass auch dieses weitaus weniger ambitionierte Ziel
verfehlt werden könnte."
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