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Steuer für Krachmacher: Umweltschützer
für wirksamen Lärmschutz
Mehrere Umweltverbände
haben wirksame Maßnahmen zum Lärmschutz einschließlich
einer Steuer für Lärmverursacher verlangt.
Berlin (dpa) - Bei Überschreitung
eines Lärmpegels von 55 Dezibel tagsüber und 45 Dezibel
nachts müsse es einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz
geben, forderten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
und andere Organisationen am Montag in Berlin. «Lärm
muss einen Preis haben, damit sich lärmarmes Verhalten auch
lohnt», hieß es.
BUND-Experte Winfried Kühling
kritisierte, dass Lärmschutz in Deutschland bisher nur Symptome
kuriere. Statt Lärmschutzmauern zu installieren oder Schallschutzfenster
einzubauen, müsse Lärm an der Quelle bekämpft werden.
Nach seinen Angaben werden zwei Drittel der Deutschen durch Lärm
belästigt, 14 Millionen stark oder sehr stark. Lärm
sei für Tausende von Todesfällen pro Jahr verantwortlich
- etwa durch Herzinfarkt auf Grund stressbedingten Bluthochdrucks.
Zentrale Bedeutung im Kampf gegen
den Lärm habe der Verkehrsbereich. Ob Straße, Schiene
oder Flugverkehr: «Der Verkehr ist zu billig», sagte
Kühling. Neben Tempolimits auf Fernstraßen und im Ortsverkehr
müssten auch technische Innovationen wie lärmarme Reifen,
schallschluckender Straßenbelag oder leisere Bremsen bei
Bahnwaggons eingesetzt werden. Dazu seien finanzielle Anreize
notwendig.
Bis um 18. Juli muss die «Umgebungslärmschutzrichtlinie»
der EU in Deutschland umgesetzt werden. «Wir brauchen eine
Gesamtstrategie», sagte Helmar Pless vom Verkehrsclub Deutschland
(VCD).
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