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Straßenverkehr: Mitschwimmen spart
Milliarden
Auch ohne Maut sind die Straßen
mit Geld gepflastert, haben Hohenheimer Wirtschaftswissenschaftler
berechnet.
(jkm) - Den Analysen der Wissenschaftler
zufolge könnten die deutschen Autofahrer allein durch eine
geänderte Fahrweise jährlich rund 10 Milliarden Liter
Kraftstoff sparen - entsprechend 10 Milliarden Euro mehr für
den Geldbeutel und 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger für
die Atmosphäre.
Die eingesparte Kohlendioxid-Menge
entspreche dem Jahresausstoß von rund 4 Millionen Ölheizungen
in Dreipersonenhaushalten, so die Ökonomen um Werner Schulz
von der Universität Hohenheim. Für ihre Untersuchung
nahmen sie das Mobilitätsverhalten deutscher PKW- und LKW-Fahrer
unter die Lupe und berechneten das Einsparpotenzial einer ökoeffizienten
Fahrweise.
Allein die PKW-Fahrer könnten
demnach 8 Milliarden Liter Kraftstoff sparen. Bei derzeit 44,7
Millionen PKW in Deutschland entspricht dies fast 200 Euro pro
Wagen und Jahr.
Niedertourig und vorausschauend
Fahren
Besonders effektiv sei niedertouriges
und vorausschauendes Fahren, raten die Wissenschaftler. Diese
Fahrweise komme ohne häufiges Abbremsen und Gasgeben aus
und erlaubt ein "Mitschwimmen" im Verkehr. Auch schlucke
der Motor bei frühzeitigem Hochschalten vom dritten in den
vierten Gang auf 100 Kilometer rund 3,5 Liter Sprit weniger.
Die meisten Autofahrer wüssten
inzwischen, dass man das "Warmlaufenlassen" des Motors
im Leerlauf vermeiden solle, so Schulz und seine Kollegen. Dass
die Skibox 1,5 Liter pro 100 Kilometer ausmache und Fahrräder
auf dem Autodach sogar 2 bis 4 Liter, sei vielen jedoch nicht
klar.
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