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Trittin: Deutschland soll Weltspitze
bei Solarindustrie werden
Deutschland soll nach dem Willen
von Umweltminister Jürgen Trittin in der Solarenergie die
Nummer eins in der Welt werden.
Berlion (dpa) - Um dieses Ziel
zu erreichen, haben sich Wissenschaft und Industrie jetzt auf
eine bessere Zusammenarbeit verständigt, sagte Trittin am
Mittwoch in Berlin. Bereits jetzt liege die deutsche Solarstromindustrie
in Europa auf Platz eins, in der Welt hinter Japan und vor den
USA auf Platz zwei.
In 20 Jahren werde der Umsatz
der Solar-Branche weltweit über 100 Milliarden Euro betragen
und damit etwa in der Höhe liegen wie heute die Halbleiterfertigung,
sagte Trittin. «Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt
neue zukunftsfähige Arbeitsplätze, schützt das
Klima und stärkt den Innovationsstandort Deutschland.»
Aus derzeit etwa 10.000 Arbeitsplätzen der Solarbranche in
Deutschland sollen bis 2006 etwa 25.000 werden.
Die Photovoltaik, also die Stromgewinnung
aus Sonnenlicht, hat sich weltweit von etwa 100 Megawatt im Jahr
1997 auf etwa 600 Megawatt 2003 entwickelt. «Bis 2050 können
rund 30 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Solarenergie
gedeckt werden», schätzt Joachim Luther, der Leiter
des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme. Der Schwerpunkt
liege dabei eindeutig in den Entwicklungsländern und könne
dort einen erheblichen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten.
In Deutschland wird die Forschung
zur Photovoltaik derzeit mit etwa 27 Millionen Euro pro Jahr durch
das Umweltministerium gefördert. In Japan und den USA liege
die Förderung mit 75 Millionen Euro wesentlich höher,
betont die Industrie.
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