|
Konferenz in Bonn: «Mit erneuerbaren
Energien Armut bekämpfen»
Der weltweite Einsatz erneuerbarer
Energien als Mittel zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz
ist Thema einer internationalen Konferenz im Juni 2004 in Bonn.
Berlin (dpa) - «Nur wenn
wir viel stärker als bisher erneuerbare Energien nutzen und
mit Energie insgesamt effizienter umgehen, wird uns in Zukunft
nicht die Luft ausgehen», sagte Bundesentwicklungsministerin
Heidemarie Wieczorek- Zeul (SPD) am Montag bei einem Vorbereitungstreffen
in Berlin. Mehr als 1000 Delegierte aus aller Welt werden zu der
Bonner Tagung vom 1. bis zum 4. Juni 2004 erwartet.
Fast zwei Milliarden Menschen
weltweit, vor allem in der Dritten Welt und in Schwellenländern,
haben nach Angaben Wieczoreks keinen Zugang zu moderner Energie.
Vorrangig müsse deshalb eine dezentrale Versorgung gerade
der ländlichen Gebiete mit erneuerbarer Energie aus Wind
und Wasser, Sonne oder Biomasse sein. «Das Konzept der erneuerbaren
Energien ist auch eine Alternative zu Konzepten, die einseitig
auf Erdöl setzen.»
Der internationale Umweltexperte
Mohamed El-Ashry, der auf der Bonner Konferenz die Moderation
übernehmen wird, unterstrich die Bedeutung der erneuerbaren
Energien für den Klimaschutz. Nach aktuellen Schätzungen
werde sich der Energieverbrauch weltweit bis 2035 verdoppeln,
bis 2055 sogar verdreifachen. Eine drastische Erhöhung der
Treibhausgas-Emissionen und damit eine weitere Erwärmung
der Erde könne nur durch den massiven Einsatz erneuerbarer
Energien verhindert werden.
|