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- 28.11.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Prognose: Deutscher Energieverbrauch sinkt um sieben Prozent

Der Energieverbrauch in Deutschland wird nach einer Prognose von ExxonMobil bis zum Jahr 2020 um sieben Prozent zurückgehen.

Düsseldorf (dpa) - Ursache sei vor allem der effizientere Einsatz von Energie, teilte der Konzern am Donnerstagabend in Düsseldorf mit. Die so genannte Energieintensität der Wirtschaft, das ist der Energieverbrauch bezogen auf das Inlandsprodukt, werde um rund 30 Prozent abnehmen. «Der Energieverbrauch wird sinken, die Energieeffizienz sich verbessern - das ist gut für die Volkswirtschaft und wachstumsfördernd», sagte ExxonMobil-Direktor Rainer J. Abbenseth.

Deutschland stehe im internationalen Vergleich schon heute als eine sehr energieeffiziente Volkswirtschaft da und werde diese Spitzenposition in den kommenden Jahren noch ausbauen. Unter den Energieträgern werden Öl und Gas ihre dominierende Stellung halten, heißt es in der Prognose. Mineralöl bleibe trotz eines Rückgangs von 16 Prozent mit einem Anteil von 34 Prozent der wichtigste Energieträger. Ein starkes Wachstum verzeichnet mit einem Plus von 40 Prozent das Erdgas, das im Jahr 2020 mit einem Anteil von 32 Prozent den zweitgrößten Beitrag zur deutschen Energieversorgung leisten wird.

Anteil der erneuerbaren Energien verdoppelt sich

Die höchsten Zuwachsraten sagt der Energiekonzern den erneuerbaren Energien voraus, deren Anteil sich verdoppeln soll. Dabei unterstellen die Autoren der Prognosen, dass Solar-, Wind- und andere erneuerbare Energien weiter stark subventioniert werden. «Trotz dieses starken Wachstums decken die erneuerbaren Energien nur sieben Prozent des Gesamtenergieaufkommens in Deutschland ab», sagte Abbenseth. Das sei allerdings deutlich mehr als im weltweiten Durchschnitt.

Der Ölverbrauch geht nach der Vorhersage von heute 126 auf 107 Millionen Tonnen zurück. Dazu trägt vor allem der rückläufige Benzinverbrauch bei. Der Rohölpreis wird nach Einschätzung des Konzerns deutlich sinken, die Verbraucherpreise durch höhere Verbrauchssteuern aber trotzdem steigen.

Abbenseth machte deutlich, dass die Prognose auf einer Reihe von Annahmen beruht, die möglicherweise so nicht eintreffen. Vor allem politische Entscheidungen seien kaum sicher vorherzusagen. Die ExxonMobil- Prognose unterstellt bis 2020 ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von weniger als zwei Prozent und eine Abnahme der Bevölkerung um ein Prozent. In der Vergangenheit gehörten die Energieprognosen von ExxonMobil zu den treffsichersten.

 

 Mehr Informationen:

ExxonMobil

 

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