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Forscher: Serienreife Brennstoffzelle
für Automaten in zwei Jahren
Die Brennstoffzelle könnte
als alternative Energiequelle für Automaten nach Forscheransicht
bereits in zwei Jahren in Serie gehen.
Birkenfeld (dpa) - «Das
wird schneller gehen als etwa der erwartete Einsatz in Hausenergiesystemen
oder in Autos», sagte der Energietechnik-Professor Gregor
Hoogers von der Fachhochschule Trier am Mittwoch in einem dpa-Gespräch.
Allerdings sei verstärkte angewandte Forschung und Entwicklung
notwendig.
Hoogers, der am Donnerstag den
mit 25.000 Euro dotierten Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz
erhält, habe sich mit seiner Forschung über Brennstoffzellen
und Wasserstofftechnologie international einen Namen gemacht,
teilte das Wissenschaftsministerium in Mainz mit. Bei den von
ihm mit entwickelten Brennstoffzellen wird die chemische Energie
von Methanol oder von Wasserstoff in elektrische Energie ungewandelt.
Hoogers entwickelt etwa eine
Brennstoffzelle für einen Handtuchspender. «Unser Ziel
ist, dass die jährlich rund 50.000 weltweit verkauften Handtuchautomaten
unserer Entwicklungspartner seltener gewartet werden müssen.»
So könnten monatlich außerdem rund 150.000 Batterien
eingespart werden. «Das Prinzip ist eine lange Betriebsbereitschaft
der Automaten, weil der flüssige Betriebsstoff, Methanol,
viel Energie vorhält.» Auch in Park- und Verkaufsautomaten
könnte das System eingesetzt werden. «Wir sind eigentlich
in allen Anwendungen soweit, allerdings sind die Zellen noch zu
teuer und einzelne Bauteile nicht serienreif.»
Hoogers beklagte, dass staatliche
Forschungsgelder vorrangig in komplexe Großprojekte flössen.
«Wir bräuchten das Geld auch für mittelständische
Unternehmen, die einzelne Bauelemente mit unserer wissenschaftlichen
Unterstützung schnell zur Serienreife bringen könnten.»
Dass Brennstoffzellen allerdings Batterien oder Solarsysteme vollständig
ablösen, hält Hoogers auf lange Sicht für unwahrscheinlich.
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