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Sharp-Chef: Solarenergie in Deutschland
vor dem Durchbruch
Der Einsatz von Solarenergie
steht nach Einschätzung des Elektronikkonzerns Sharp in Deutschland
vor dem Durchbruch.
Hamburg (dpa) - «In vier
bis fünf Jahren werden Solarzellen wirtschaftlich sein und
dann folgt eine lange Wachstumsphase», sagte Helmut Engel,
Präsident und Geschäftsführer von Sharp Deutschland,
der dpa in Hamburg. Bislang wird weniger als ein Prozent des Stroms
in Deutschland aus Sonnenenergie erzeugt. Der Marktanteil werde
jedoch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten kräftig wachsen.
Bis die Wirtschaftlichkeit erreicht
ist, sind nach Engels Worten Subventionen sinnvoll, um die Technik
zu etablieren. «Bei der Novellierung des 'Erneuerbare Energien
Gesetz' sollte die Einspeisevergütung von derzeit 45,7 Cent
je Kilowattstunde erhöht werden», sagte der Sharp-Chef.
Diese Vergütung erhält der Besitzer eines Solardaches
für den Strom, den er in das Netz seines Energieversorgers
abgibt. In fünf Jahren wird die Solartechnik nach Einschätzung
von Engel so preisgünstig und effektiv sein, dass die Vergütung
nicht höher liegen muss als der Preis für konventionell
erzeugten Strom.
Für einen Bauherren amortisiert
sich ein Solardach nach rund 15 Jahren. Im vergangenen Jahr wurden
in Deutschland Solarzellen mit einer Leistung von rund 79 Megawatt
installiert. Damit liegt Deutschland weltweit hinter Japan auf
dem zweiten Platz. «Wir erwarten, dass sich die installierte
Leistung ungefähr im Jahresabstand verdoppeln wird»,
sagte Engel.
Der japanische Sharp- Konzern
ist mit einer Jahresproduktion von zuletzt 123 Megawatt der weltweit
führende Hersteller von Photovoltaik-Zellen. Im laufenden
Jahr hat Sharp seine Produktionskapazitäten verdoppelt. Der
Marktanteil in Deutschland beläuft sich auf 25 Prozent.
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