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- 16.09.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Pfandpflicht:

System zur bundesweiten Rücknahme von Dosen vorgestellt

Zwei Wochen vor Ablauf der Übergangsfrist für das Dosenpfand am 1. Oktober ist ein weiteres System zur bundesweiten Rücknahme von Einweg-Verpackungen vorgestellt worden.

Berlin (dpa) - Damit stehe ein einheitliches, maschinentaugliches und sicheres System zur Verfügung, sagten Sprecher der Arbeitsgemeinschaft umweltfreundliche Verpackungs-Recycling-Systeme (AVR) am Dienstag in Berlin. Kern des Konzepts ist ein Netz von Rücknahmeautomaten und die Kennzeichnung der Dosen und Flaschen mit einem fälschungssicheren Faden.

Damit gibt es am 1. Oktober voraussichtlich drei bundesweite Systeme für die Rückgabe der Dosen- und Einwegverpackungen: AVR, Lekkerland-Tobaccoland und VfW-Spar. Daneben wird es voraussichtlich «Insellösungen» großer Discounter geben, die nur dort gekaufte Dosen und Flaschen zurücknehmen. AVR-Geschäftsführer Axel Mörsdorf räumte ein, dass die für sein System notwendigen Automaten erst in einigen Monaten geliefert werden können. Diese Automaten kosteten als Basismodell etwa 2.500 Euro und seien damit erheblich billiger als bisher vom Handel behauptet.

Die AVR will in ihrem System als eine Art Clearingstelle fungieren: Sie erhält von den Getränkeherstellern oder Importeuren das Pfand und zahlt es an die Automatenbetreiber wieder aus. Der Handel wäre vom Rücknahmesystem entlastet. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) begrüßte das System und forderte die großen Handelskonzerne auf, «ihre Verzögerungstaktik und Blockadehaltung beim Dosenpfand» aufzugeben.

Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrike Mehr, sagte am Dienstag, die bereits entwickelten Rücknahmesysteme zeigten, «dass die Pfandpflicht sehr wohl umgesetzt werden kann». Der Handel habe seit Anfang des Jahres genug Zeit gehabt, ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufzubauen. «Wir stellen uns eindeutig hinter das Dosenpfand zum Schutz der ökologisch verträglichen Mehrwegsysteme.» Die Grünen-Expertin Antje Vogel-Sperl betonte, nun stehe der Einführung eines einheitlichen Rücknahmesystems nichts mehr im Wege.

Die EU-Kommission erwartet von Deutschland, bis zum 1. Oktober ein funktionierendes Rücknahmesystem einzurichten. Ein Sprecher der Behörde sagte am Dienstag in Brüssel: «Wenn dem nicht so ist, werden wir ein Prüfverfahren eröffnen.» Das landesweite System dürfe vor allem Getränkehersteller aus dem Ausland nicht benachteiligen. Sollten Supermärkte Getränkedosen in großem Stil aus den Regalen nehmen, sehe die Kommission darin eine Benachteiligung bestimmter Anbieter, sagte der Sprecher. «Das ist ein Effekt, den die Kommission nicht akzeptiert.»

 

 Mehr Informationen:

AVR

BMU: Dosenpfand

Wirtschaftsministerium

HDE

 

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Coupons beim Dosenpfand verschwinden - Vfw steigt bei P-System ein

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