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Pfandgegner sehen sich bestätigt:
ökonomisch und ökologisch unsinnig
Gegner des Dosenpfands in Politik
und Wirtschaft sehen sich durch eine Studie des Prognos-Instituts
über die Auswirkungen der Abgabe auf die Arbeitsplätze
bestätigt.
Berlin (dpa) - «Ökonomisch
und ökologisch ist das Zwangspfand unsinnig», sagte
der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer
Brüderle, am Dienstag. «Der ökologische Nutzen
der Pfandpflicht ist gleich Null.»
Die Studie war von Wirtschaftsminister
Wolfgang Clement (SPD) in Auftrag gegeben worden und wurde am
Dienstag dem Ministerium präsentiert. Sie ist bis jetzt nicht
veröffentlicht. Das Ministerium sei mit der Bestellung des
Gutachtens einem Auftrag des Wirtschaftsausschusses des Bundestages
gefolgt, sagte ein Sprecher Clements. Nach Medienberichten hat
Prognos einen Verlust von knapp 10.000 Arbeitsplätzen durch
das Pfand ermittelt. Klimaschädliche Treibhausgase würden
um nur 0,04 Prozent reduziert.
Das Umweltministerium wirft der
Studie «methodische Defizite» vor und hat seinerseits
einen deutlichen Zuwachs von Arbeitsplätzen durch das Pfand
ermittelt. «Wir gehen davon aus, dass es zum Dosenpfand
eine einheitliche Position der Bundesregierung gibt», sagte
ein Sprecher von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne).
«Das Dosenpfand ist geltendes Recht.»
Der Hauptverband des Deutschen
Einzelhandels wertete die Studie als «vernichtendes Urteil»
über das Dosenpfand. «Das Zwangspfand hat verheerende
ökonomische Folgen und bringt so gut wie nichts für
die Umwelt.» Auch die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und
Umwelt meinte, es könne nun nicht mehr ernsthaft bezweifelt
werden, «dass die Pfandeinführung seit Januar 2003
weitaus mehr Arbeitsplätze zerstört als geschaffen hat.»
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