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- 26.08.2003 -

 

 

 

 

 

 



 

Energiepolitik: Kein Termin für Treffen Clement-Trittin

Im koalitionsinternen Streit über die künftige Energiepolitik und die Förderung der Windkraft zeichnet sich keine Lösung ab.

Berlin (dpa) - Für ein Spitzentreffen der Minister für Wirtschaft und Umwelt, Wolfgang Clement (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne), gibt es noch keinen Termin, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Dienstag. Ein Treffen in dieser Woche werde es nicht geben, denn Trittin befinde sich im Urlaub. Auf Expertenebene würden beide Ministerien aber in Kürze Gespräche über Trittins Gesetzentwurf über erneuerbare Energien aufnehmen.

Die FDP forderte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf, den Streit über die Förderung der Windenergie mit einem «Machtwort» zu beenden und Wirtschaftsminister Clement den Rücken zu stärken. SPD-Fachpolitiker machten unterdessen Front gegen Clement. Selbstverständlich müsse man die Windenergie weiter fördern, sagte der Energieexperte der Fraktion, Hermann Scheer, der «Berliner Zeitung» (Dienstag). Hier stehe die Fraktion Umweltminister Trittin näher als ihrem eigenen Wirtschaftsminister. Scheer warf dem SPD-Minister vor, mit falschen Zahlen zu operieren.

Die Distanz der SPD zu Clement wird nach «Berliner Zeitung» auch in einem Papier von Fraktionsvize Michael Müller deutlich. Mit einem Entwurf für eine «Energiepolitische Agenda 2010» wolle Müller die gesamte Fraktion auf die weitere Förderung der erneuerbaren Energien einschwören. Ähnlich äußerte sich der SPD-Energiepolitiker Axel Berg. «Die Förderung der erneuerbaren Energien ist eine der richtigen Erfolgsgeschichten der rot-grünen Koalition, und die will Clement anschießen», sagte der Abgeordnete. «Die Windenergie muss weiter und nicht weniger gefördert werden.»

Clement hatte angekündigt, mit Trittin über die Förderung der Windkraft verhandeln zu wollen. «Im Moment liegen wir noch auseinander», sagte er und betonte, er könne sich niedrigere Vergütungen und eine kürzere Förderungsdauer vorstellen. Die Zukunft der Windkraft liege in der Entwicklung von Off-Shore-Anlagen auf hoher See. Im Binnenland würden zu viele Anlagen auch an ungünstigen Standorten gebaut. «Wir bauen mittlerweile dort, wo es gar keinen Wind gibt.» Das Einstreichen staatlicher Zuschüsse für solche Anlagen sei «Abzocke».

 

 Mehr Informationen:

Energiepolitik der Bundesregierung

Umweltministerium

Wirtschaftsministerium

Hermann Scheer

 

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