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Erneuerbare Energien: Trittin legt Entwurf
zu neuem Gesetz vor
Bundesumweltminister Trittin
will erneuerbare Energien beschleunigt ausbauen und in ihrer Wettbewerbsfähigkeit
stärken.
Berlin (dpa) - Das Umweltministerium
legte am Donnerstag einen Entwurf zur Novellierung des Gesetzes
zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG) vor. Der Referentenentwurf
wurde den übrigen Ressorts zur regierungsinternen Abstimmung
zugeleitet, bestätigte der Sprecher des Ministeriums, Michael
Schroeren, auf Anfrage. Spätestens Mitte 2004 soll das neue
Gesetz in Kraft treten.
Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) hat das Ziel, den Anteil des Stroms aus erneuerbaren
Energien von jetzt 8 auf 12,5 Prozent im Jahr 2010 zu erhöhen.
Kern der Novellierung des Gesetzes aus dem Jahr 1999 ist nach
Angaben aus Regierungskreisen eine Differenzierung der Einspeisevergütungen
- also der Preise, zu denen Energiekonzerne Strom aus erneuerbaren
Quellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse abnehmen müssen.
Mit fortschreitender Zeit wird dieser Preis abgesenkt. Die Differenz
zwischen Strom aus erneuerbaren Quellen und herkömmlicher
Energie soll von 4,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2004 auf
einen Cent im Jahr 2016 sinken.
Während die Grünen
im Bundestag den Entwurf zur Novelle des EEG als «Fortsetzung
einer Erfolgsgeschichte» begrüßte, forderte der
stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Müller
eine breite Debatte. Die SPD setze auf dezentrale Energien und
sei deshalb skeptisch, wenn auch Großstrukturen wie Wasserkraftwerke
gefördert werden sollten. Der Naturschutzbund NABU wertete
den Entwurf als »zukunftsweisend».
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