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- 11.08.2003 -

 

 

 

 

 

 



 

Ohne Trittin: Energiegipfel am Donnerstag beim Kanzler

Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft an diesem Donnerstag die Chefs der vier großen Stromversorger zu einem Gespräch über die Lage der deutschen Energiewirtschaft.

Berlin (dpa) - Regierungssprecher Thomas Steg bestätigte am Montag in Berlin einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Handelsblatt». Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, Hubertus Schmoldt, werde an dem Treffen teilnehmen.

Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der in seinem Ressort die Zuständigkeit für erneuerbare Energien hat, wird nicht dabei sein. Steg begründete dies mit dem «üblichen Format» bei solchen «Branchen- Dialogen». Der Kanzler führe solche Gespräche regelmäßig, um in wichtigen Industriezweigen über die Situation informiert zu werden.

Die Sprecher von Bundesumwelt- und Wirtschaftsministerium bestätigten, dass an Konzepten für die künftige Energiepolitik gearbeitet werde, wollten sich dazu aber nicht inhaltlich äußern. Der Abstimmungsprozeß zwischen den Ressorts sei noch nicht beendet. Das «Handelsblatt» schrieb, es gebe darüber erheblichen Streit. Während Trittin die regenerativen Energien weiter massiv fördern wolle, wolle Clement den traditionellen Brennstoffen wie der Kohle auch künftig einen hohen Stellenwert garantieren.

Berichte über eine Entscheidung zur Regulierung auf dem liberalisierten Strom- und Gasmarkt, wies die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums als Spekulation zurück. «Der Spiegel» hatte berichtet, die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post solle künftig auch den Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt überwachen. Dies sei nur eine unter mehreren Optionen, sagte die Sprecherin. Entschieden werde im September.

Die Industrie drängt schon seit längerem auf verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Investitionsentscheidungen. Wegen des Atomausstiegs und der Überalterung von Kohlekraftwerken fällt in den kommenden Jahrzehnten milliardenschwerer Ersatzbedarf bei der Elektrizitätsversorgung an. Allein die Kernkraftwerke liefern bisher rund ein Drittel des Stroms in Deutschland. In den nächsten zehn bis 15 Jahren muss nach Einschätzung von Fachleuten rund die Hälfte der Kraftwerkskapazität zur Stromerzeugung ersetzt werden. Die Energieversorger machen geltend, dass die kapitalintensive Branche ihre Investitionen mit Zeiträumen von 30 bis 40 Jahren kalkuliere.

 

 Mehr Informationen:

Energiepolitik der Bundesregierung

 

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