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Verkehrsclub:
Die Deutschen fahren zu viel mit dem
Auto
Die Deutschen fahren nach Ansicht
des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zu viel mit dem Auto.
Hannover (dpa) - Eine Umfrage
im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums habe gezeigt, dass bundesweit
mittlerweile rund 61 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt
würden, sagte der niedersächsische VCD-Vorsitzende Michael
Frömming am Dienstag in Hannover. Vor rund 20 Jahren seien
es nur 48 Prozent gewesen. Der Anteil der Fahrten mit Bussen und
Bahnen sei um 4 Punkte auf 8 Prozent gesunken.
«Während der Umweltschutzgedanke
in vielen anderen Bereichen zu positiven Verhaltensänderungen
geführt hat, stellt die Mobilität eine beklagenswerte
Ausnahme dar», meinte Frömming. Die hohen Benzinpreise
seien ohne Auswirkung auf das Mobilitätsverhalten geblieben.
Neue Gewerbeansiedlungen seien
nur mit dem Auto erreichbar, kritisierte Frömming. Viele
Innenstädte böten immer mehr Parkplätze für
Autos statt Einkaufsqualität. Gleichzeitig mangele es an
Konzepten zur Förderung des umweltfreundlichen Bus- und Bahnverkehrs.
Hauptproblem auf dem flachen Lande
sei es zudem, dass viele Menschen keinen geeigneten Zugang zu
öffentlichen Verkehrsmittel hätten. Ursache sei die
von Bund und Ländern einseitig auf den Autoverkehr ausgerichtete
Verkehrspolitik.
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