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Trittin: Stromverbrauch kann drastisch
reduziert werden
Der Stromverbrauch in Deutschland
könnte durch drastisches Energiesparen und bessere Energiewirksamkeit
bis zum Jahr 2020 um 12 Prozent gesenkt werden.
Berlin (dpa) - Das ist das Ergebnis
einer Studie des Umweltbundesamts (UBA). Angesichts der Flutkatastrophe
vom vergangenen Jahr und der derzeitigen Dürre wies Umweltminister
Jürgen Trittin (Grüne) am Dienstag bei der Vorstellung
des UBA- Jahresberichts 2002 in Berlin auf die Folgen der globalen
Klimaerwärmung hin. Der Ausstoß des klimaschädlichen
Kohlendioxids (CO2) kann laut der UBA-Studie um 80 Prozent bis
zum Jahr 2050 im Vergleich zu 1990 gemindert werden.
Allein in der Industrie könnten
laut Trittin durch den Einsatz elektronischer Drehzahlregulatoren
und optimierter Elektromotoren rund 19 Milliarden Kilowattstunden
(kWh) Strom pro Jahr gespart werden. In privaten Haushalten verschlinge
der Stand-by-Betrieb etwa von Fernsehern und Musikanlagen jährlich
etwa 20 Milliarden kWh. «Das entspricht etwa der Stromlieferung
von zwei Großkraftwerken», sagte Trittin. Ziel der
rot-grünen Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren
Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf 12 Prozent zu verdoppeln.
Gemeinsam mit UBA-Präsident
Andreas Troge sprach sich Trittin für den Abbau umweltschädlicher
Subventionen aus. Diese machen laut Troge jährlich etwa 15
Milliarden Euro aus. Dazu gehörten etwa die Eigenheimzulage,
die zur weiteren Zersiedelung beitrage, wie auch die Entfernungspauschale,
die zu mehr Verkehr führe. Auch bei der Förderung des
Wohnungsbaus mit insgesamt rund 13 Milliarden Euro pro Jahr gebe
es umweltschädliche Subventionen.
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