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Pfanddosen: Rücknahmesystem an Tankstellen
und Kiosken kommt
Für die Rückgabe
von Pfanddosen und anderen Einwegverpackungen an Tankstellen und
Kiosken führt die Firma Lekkerland-Tobaccoland ein bundesweites
System ein.
Frechen/Berlin (dpa/lnw) - An
das «P-System» seien rund 100.000 Geschäfte angeschlossen,
teilte die Lekkerland- Tobaccoland GmbH & Co. KG (Frechen)
am Donnerstag mit. Jede mit Pfand belegte Verpackung, die in einem
P-System-Laden gekauft wird, kann von Oktober an in jedem anderen
teilnehmenden Geschäft zurückgegeben werden. Die Kosten
werden auf vier Cent je Verpackung geschätzt.
Das Bundesumweltministerium lobte
das neue System. Die beteiligten Firmen seien auf einem guten
Weg, ein verbraucherfreundliches und praktikables Rücknahmesystem
pünktlich zu installieren, hieß es in einer Mitteilung
des Ministeriums in Berlin.
Das Einwegpfand für fast
alle Dosen und Wegwerfflaschen soll nach einem Beschluss des Bundestags
im Oktober in Kraft treten. Der Versuch, ein einheitliches Rücknahmesystem
aufzubauen, war gescheitert. «Wir haben uns trotz der weiterhin
bestehenden Rechtsunsicherheit entschlossen, dem Verbraucher ein
flächendeckendes Rücknahmesystem anzubieten»,
sagte Christian Berner, der Vorsitzende der Geschäftsführung
von Lekkerland-Tobaccoland.
Die Firma beliefert Tankstellen,
Kioske, Tabak- und Getränkeläden, Bäckereien und
Kantinen und andere Geschäfte unter anderem mit Süßwaren,
Snacks und Getränken. Die Firma erzielte im vergangenen Jahr
7,4 Milliarden Euro Umsatz und hat 5000 Mitarbeiter.
Berner betonte, das P-System
sei für alle Markenartikler und für weitere Händler
offen. Deshalb sei es keine «Insellösung», bei
der Discounterketten nur Pfandverpackungen ihrer eigenen Produkte
zurücknehmen.
Hersteller drucken auf die Verpackungen,
die sie an die Teilnehmer des P-Systems liefern, ein Pfandlogo.
Eine an einem Kiosk in Köln gekaufte Getränkedose kann
dann zum Beispiel an einer Tankstelle in Hamburg zurückgegeben
werden - vorausgesetzt, beide Geschäfte sind am System beteiligt.
Die Händler sammeln die
leeren Einwegverpackungen in Säcken. Deren Inhalt wird in
regionalen Zentren gezählt. Über ein schon bestehendes
Abrechnungssystem wird sichergestellt, dass ein Ladenbesitzer,
der Pfand ausgezahlt hat, dies auch erstattet bekommt.
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