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- 17.07.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Pfanddosen: Rücknahmesystem an Tankstellen und Kiosken kommt

Für die Rückgabe von Pfanddosen und anderen Einwegverpackungen an Tankstellen und Kiosken führt die Firma Lekkerland-Tobaccoland ein bundesweites System ein.

Frechen/Berlin (dpa/lnw) - An das «P-System» seien rund 100.000 Geschäfte angeschlossen, teilte die Lekkerland- Tobaccoland GmbH & Co. KG (Frechen) am Donnerstag mit. Jede mit Pfand belegte Verpackung, die in einem P-System-Laden gekauft wird, kann von Oktober an in jedem anderen teilnehmenden Geschäft zurückgegeben werden. Die Kosten werden auf vier Cent je Verpackung geschätzt.

Das Bundesumweltministerium lobte das neue System. Die beteiligten Firmen seien auf einem guten Weg, ein verbraucherfreundliches und praktikables Rücknahmesystem pünktlich zu installieren, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums in Berlin.

Das Einwegpfand für fast alle Dosen und Wegwerfflaschen soll nach einem Beschluss des Bundestags im Oktober in Kraft treten. Der Versuch, ein einheitliches Rücknahmesystem aufzubauen, war gescheitert. «Wir haben uns trotz der weiterhin bestehenden Rechtsunsicherheit entschlossen, dem Verbraucher ein flächendeckendes Rücknahmesystem anzubieten», sagte Christian Berner, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Lekkerland-Tobaccoland.

Die Firma beliefert Tankstellen, Kioske, Tabak- und Getränkeläden, Bäckereien und Kantinen und andere Geschäfte unter anderem mit Süßwaren, Snacks und Getränken. Die Firma erzielte im vergangenen Jahr 7,4 Milliarden Euro Umsatz und hat 5000 Mitarbeiter.

Berner betonte, das P-System sei für alle Markenartikler und für weitere Händler offen. Deshalb sei es keine «Insellösung», bei der Discounterketten nur Pfandverpackungen ihrer eigenen Produkte zurücknehmen.

Hersteller drucken auf die Verpackungen, die sie an die Teilnehmer des P-Systems liefern, ein Pfandlogo. Eine an einem Kiosk in Köln gekaufte Getränkedose kann dann zum Beispiel an einer Tankstelle in Hamburg zurückgegeben werden - vorausgesetzt, beide Geschäfte sind am System beteiligt.

Die Händler sammeln die leeren Einwegverpackungen in Säcken. Deren Inhalt wird in regionalen Zentren gezählt. Über ein schon bestehendes Abrechnungssystem wird sichergestellt, dass ein Ladenbesitzer, der Pfand ausgezahlt hat, dies auch erstattet bekommt.

 


© Lekkerland- Tobaccoland

Das Logo des P-Systems: Der Verbraucher erkennt die betreffenden Getränke an diesem Pfandlogo auf der Verpackung.

 

 Mehr Informationen:

Lekkerland- Tobaccoland

BMU: Dosenpfand

 

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