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UN-Report alarmiert Umweltstiftung: Sofortprogramm
zum Klimaschutz
Als Reaktion auf den jüngsten
UN-Report zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen hat
die Deutsche Bundesstiftung Umwelt die Förderung erneuerbarer
Energien verstärkt.
Osnabrück (dpa) - «Zur
Begrenzung des Treibhauseffekts haben wir die moderne Energietechnik,
insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, zum Förderschwerpunkt
erklärt», sagte Generalsekretär Fritz Brickwedde
am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur
(dpa). Eingehende Anträge zu diesem Förderthema würden
mit Hochdruck bearbeitet.
Dem UN-Report zufolge kann der
Ausstoß an Treibhausgasen in den Industrieländern von
2000 bis 2010 um durchschnittlich 17 Prozent ansteigen. «Dabei
müssten die Industrieländer nach dem Kyoto-Protokoll
ihre Treibhausgase bis 2012 gegenüber den Werten von 1990
im Mittel um 5,2 Prozent verringern», erläuterte der
Chef der größten europäischen Umweltstiftung.
«Dass nun bereits im zweiten
Jahr in Folge die Emissionen in der Europäischen Union gestiegen
sind, die für den globalen Klimawandel ursächlich sind,
kann nicht tatenlos hingenommen werden.» Deutschland werde
sein nationales Ziel, den Ausstoß bis 2005 im Vergleich
zu 1990 um ein Viertel zu verringern, nur erreichen, wenn auf
dem Sektor Klimaschutz Entscheidendes geschähe.
Die DBU habe bisher 610 Projekte
zur Verbesserung des Klimaschutzes mit 104 Millionen Euro gefördert,
bilanzierte Brickwedde. Über 75 Millionen Euro seien davon
allein in Projekte zu Gunsten erneuerbarer Energien geflossen.
Wie viel die Stiftung zusätzlich bereitstellen werde, hänge
von der Zahl und dem Umfang der eingehenden Anträge ab, sagte
Brickwedde.
Der Stiftungschef räumte
zwar ein, die DBU allein werde den Trend nicht umkehren können.
«Unseren Beitrag aber werden wir leisten.» Dieser
werde nicht nur in Zuschüssen bestehen. «Wir werden
zugleich an einer intensiven Sensibilisierung der Bevölkerung
für das Klimaproblem arbeiten.»
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