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Energie: Industriestrom fast ein Drittel
billiger als Mitte der 90er
Trotz Ökosteuer und Erneuerbare-Energien-Gesetz
ist Industriestrom in Deutschland heute um fast ein Drittel billiger
als Mitte der 90er Jahre.
Berlin (dpa) - Dies geht aus
einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie des Instituts
für Zukunfts-Energiesysteme (IZES) Saarbrücken im Auftrag
des Bundesumweltministeriums hervor. Einen Durchschnittshaushalt
kostete der Umbau der Energieversorgung - weg von Kohle und Atom,
hin zu Sonne, Wind und Biomasse - nach der Untersuchung im vergangenen
Jahr einen Euro pro Monat. Vertreter der Industrie klagen regelmäßig
über massive Zusatzkosten durch die Ökosteuer und das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Die Großabnehmerpreise
für Industriestrom seien zwischen 1995 und 2002 von rund
7,6 Cent auf rund 5,3 Cent pro Kilowattstunde gefallen, heißt
es in der Studie. Anlässlich einer Bundestags-Anhörung
zur geplanten EEG-Novelle am Montag kritisierte der Deutsche Industrie-
und Handelskammertag (DIHK), der Mittelstand werde weiterhin massiv
durch hohe Strompreise belastet. Für die Nutzung der geplanten
Härtefallregelung zur Entlastung stromintensiver Betriebe
seien die Hürden viel zu hoch.
Nach dem EEG müssen Energiekonzerne
Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Quellen
zahlen. Die Kosten können sie auf ihre Kunden umlegen. Das
Bundesumweltministerium wirft den Netzbetreibern vor, der Industrie
mehr als die tatsächlichen EEG-Umlagekosten in Rechnung zu
stellen. Nach der geplanten Härtefallregelung für stromintensive
Betriebe können einzelne Unternehmen künftig teilweise
vom Stromkostenanteil aus dem EEG befreit werden. Die Union kritisierte
die Härtefallregelung als «ungeeignet und bürokratisch».
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