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WWF: Stromsektor kann CO2-Ausstoß
bis 2020 europaweit halbieren
Die Stromversorger könnten
den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) bis zum Jahr
2020 nach einer neuen Studie europaweit halbieren.
Berlin (dpa) - Die Umweltorganisation
WWF stellte die Untersuchung des Ecofys Instituts zum Auftakt
der Initiative «Power Switch! - Umschalten auf saubere Energien»
am Dienstag in Berlin vor. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sei
sogar ein CO2-freier Stromsektor möglich, teilte die Organisation
mit. In Deutschland basiere ein solches Szenario auf drei Säulen:
Abschied von der Kohle, verbesserte Energieeffizienz und Ausbau
erneuerbarer Energien.
Mehr als ein Drittel des weltweit
vom Menschen erzeugten CO2- Ausstoßes sei auf die Stromversorgung
zurückzuführen, kritisierte der WWF. Die Verbrennung
von kohlenstoffreichen Energieträgern wie Stein- und Braunkohle
zur Stromerzeugung führe weltweit jährlich zum Ausstoß
von rund 24 Milliarden Tonnen CO2. Eine Schlüsselrolle bei
einer europäischen Energiewende komme Deutschland zu. Beispielsweise
gehe rund zehn Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes in der
Bundesrepublik allein auf das Konto des deutschen Energieversorgers
RWE.
Die WWF-Initiative wird vom Fernseh-Meteorologen
Jörg Kachelmann unterstützt. Zum Auftakt der Kampagne
erklärte Kachelmann: «Spätestens nach der verheerenden
Flut im vergangenen Jahr müssen wir einsehen, dass der Klimawandel
keine ferne, theoretische Möglichkeit, sondern bereits bittere
Realität ist.» Klimatische Veränderungen ließen
sich nicht über Nacht stoppen, sie wirkten über Generationen.
«Es ist also höchste Zeit zum Handeln.»
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