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- 05.05.2003 -

 

 

 

 

 

 

 



 

Sammelbilanz: Mehr Restmüll in Gelber Tonne - Zwangspfand trifft Grünen Punkt hart

In den Gelben Tonnen und Säcken landet immer mehr unverwertbarer Restmüll aus den Privathaushalten.

Bonn (dpa) - Der Grund für die Zunahme an «Fehlwürfen» sei, dass Bürger offenbar bei den kommunalen Müllgebühren für die graue Tonne sparen wollten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Duales System Deutschland AG, Hans-Peter Repnik, am Montag in Bonn. Durch das Zwangspfand für Getränkeverpackungen rechne das Unternehmen in diesem Jahr zudem mit finanziellen Einbußen zwischen 300 und 400 Millionen Euro. Das Duale System entsorge nun rund 650.000 Tonnen Einwegverpackungen weniger.

Durch Rückstellungen und Nachbesserungen bei den Lizenzverträgen werde das Unternehmen die zu erwartetenden Verluste in diesem Jahr ausgleichen können, sagte Repnik. Auch beim Abschluss der Neuverträge werde darauf geachtet, dass die Ausfälle durch das Zwangspfand wieder aufgefangen werden könnten. Mit rund 2,1 Milliarden Euro bleibe die Summe der Lizenzeinnahmen etwa stabil. Das Duale System ist für den «Grünen Punkt» für Verpackungsabfälle zuständig.

Es habe auch 2002 alle gesetzlichen Quoten zur Verwertung übertroffen, sagte Repnik. Die Sammelmenge aus den Gelben Tonnen und Säcken habe 2002 wegen einer gestiegenen Bevölkerungszahl mit insgesamt 6,32 Millionen Tonnen leicht über der Vorjahreszahl (plus 31.000 Tonnen) gelegen. Pro Kopf entspreche dies einer Sammelmenge von 76,7 Kilogramm. Rund 5,3 Millionen Tonnen Verkaufsverpackungen (Glas, Papier/Pappe/Karton, Kunststoffe, Verbunde, Weißblech und Aluminium) wurden verwertet.

1,5 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden

Entgegen aller Kritik sei das System erfolgreich, für andere Länder vorbildhaft und auch «die größte Bürgerbewegung», weil Millionen Menschen jeden Tag aus ökologischen Gründen freiwillig ihren Müll sortierten. Schon drei Gelbe Säcke mit gebrauchten Verpackungen entsprächen der Energiemenge, die ein Drei-Personen-Haushalt im Schnitt am Tag für Strom (9,6 Kilowattstunden) brauche, erläuterte Repnik.

Erstmals erstellte das Duale System in diesem Jahr eine Analyse des Recyclings sämtlicher Verpackungsmaterialien, die die rechnerische Einsparung an Primärenergie und klimarelevanten Treibhausgasen bei der Produktion von Neuware aufzeigt. Danach betrug die Einsparung an Primärenergie in 2002 insgesamt 67,5 Milliarden Megajoule. Zugleich sei der Ausstoß von 1,5 Millionen Tonnen an klimaschädlichen Treibhausgasen vermieden worden.

 

 


© Duales System Deutschland

Jeder Bundesbürger hat 2002 im Durchschnitt 76,7 Kilogramm Wertstoffe gesammelt und über das Duale System entsorgt. Die Sammelmenge pro Kopf ist gegenüber dem Vorjahr (76,6 Kilogramm) konstant geblieben.

 

 Mehr Informationen:

Duales System Deutschland

BMU: Abfallwirtschaft

Abfallaufkommen in Deutschland

 

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