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- 15.04.2003 -

 

 

 

 

 



 

Weltbank: Wirtschaftswachstum reicht nicht zur Armutsbekämpfung

Wirtschaftswachstum allein kann die ärmsten Menschen der Welt einer neuen Weltbank-Studie zufolge nicht aus dem Elend holen.

Washington (dpa) - Dazu seien ein Abbau von Handelshemmnissen in den Industrieländern und höhere Entwicklungshilfe nötig, sagte der Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, am Sonntag in Washington.

Bei fortwährendem Wirtschaftswachstum können nach Angaben der Weltbank bis 2015 360 Millionen Menschen weltweit aus der bittersten Armut erlöst werden. Damit wäre das Millennium-Ziel der Vereinten Nationen, die Armut bis 2015 zu halbieren, erreicht.

Ohne zusätzliche Anstrengungen werde die Zahl der Ärmsten, die mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen müssen, in Afrika und im Nahen Osten jedoch steigen, warnt die Weltbank: In Afrika von heute rund 315 Millionen auf 404 Millionen und im Nahem Osten von sechs auf acht Millionen.

«Wir hoffen, dass die reichen Länder ihren Entwicklungshilfe- Versprechungen nachkommen und sich für Handelsliberalisierungen, vor allem im Agrarbereich, einsetzen», sagte Stern. Wenn Entwicklungsländer ihre Produkte leichter in den reichen Ländern verkaufen könnten, würden bis 2015 weitere 300 Millionen Menschen aus der Armut befreit.

«Es muss mehr getan werden. Es muss mehr Geld auf den Tisch. Die Kosten, um die Millennium-Ziele zu erreichen, belaufen sich wahrscheinlich auf zusätzliche 50 Milliarden Dollar im Jahr», sagte Stern.

Die Weltbank veröffentlichte die Studie «World Development Indicators» am Sonntag zur Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Sie umfasst rund 400 Seiten und trägt statische Daten über Entwicklungsstand, Umwelt- und Gesellschaftsaspekte aus aller Welt zusammen.

 

 Mehr Informationen:

World Development Indicators 2003

UN Millennium Development Goals

vista verde: Entwicklung

 

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