|
Erneuerbare
Energien: Internationale Konferenz in Bonn
Die von Bundeskanzler Schröder
beim Weltgipfel in Johannesburg angekündigte internationale
Konferenz zu erneuerbaren Energien soll im Juni 2004 in Bonn stattfinden.
Berlin (dpa) - «Die Bonner
Konferenz soll den Anstoß zu einem Aktionsplan zum globalen
Ausbau der erneuerbaren Energien geben», sagte Umweltminister
Jürgen Trittin (Grüne) am Mittwoch bei der Präsentation
der deutschen Ausgabe des Worldwatch-Berichts zur Lage der Welt
in Berlin. Der Bericht war bereits im Januar in den USA vorgestellt
worden.
Trittin sagte mit Blick auf die
Konferenz: «Ziel ist es, dass sich möglichst viele
Länder auf nationale, regionale und internationale Ziele
zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Primaerenergieverbrauch
mit konkreten Zeitplaenen festlegen.» Er betonte: «Die
Konferenz soll kein Strohfeuer sein, sondern einen langfristigen
Prozess zur Energiewende international einleiten.»
Beim Weltgipfel im südafrikanischen
Johannesburg im vergangenen Herbst hatte die EU auf Betreiben
der Bundesregierung eine internationale Initiative zum Ausbau
erneuerbarer Energien gestartet. Zuvor waren Deutschland und die
EU beim Weltgipfel mit ihrer Forderung nach einem verbindlichen
Ausbau erneuerbarer Energien auf weltweit 15 Prozent bis 2010
am Widerstand der USA und der Erdöl- exportierenden Staaten
gescheitert.
Der Präsident des angesehenen
Worldwatch-Instituts, Christopher Flavin, lobte die Initiative
zum Ausbau erneuerbarer Energien am Mittwoch in Berlin. Mit Blick
auf die deutsche Politik zur Förderung erneuerbarer Energien
sprach er von einem Vorreitermodell.
Bereits in dem im Januar in Washington
vorgestellten Worldwatch-Bericht zur Lage der Welt hatten die
Autoren die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien in
Deutschland beispielhaft genannt. «Innerhalb eines Jahrzehnts
hat Deutschland eine neue, Milliarden schwere Industrie und zehntausende
Arbeitsplätze geschaffen», hatte Worldwatch gelobt.
|