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- 24.03.2003 -

 

 

 

 

 



 

Strommarkt: Regulierungsbehörde kommt bis Juli 2004

Der freie Wettbewerb auf dem Strommarkt wird spätestens von Juli kommenden Jahres an durch eine Regulierungsbehörde überwacht.

Berlin (dpa) - Darauf hätten sich Umwelt- und Wirtschaftsministerium sowie die Koalitionsfraktionen am Montag in Berlin geeinigt, hieß es aus der Bundesregierung. Die entsprechende Verbändevereinbarung werde damit de facto ausgesetzt. Aufgabe der Behörde werde unter anderem sein, die konkreten Bedingungen für Netzanschluss und Netznutzung sowie die Methoden zur Berechnung der Tarife festzulegen.

Besonders von den Grünen war immer wieder ein «Monopolmissbrauch» der Netzbetreiber kritisiert worden. Noch nicht geregelt sei, ob die neue Wettbewerbsaufsicht als selbstständige oder als Teil einer bestehenden Behörde wie des Bundeskartellamtes eingerichtet werde. Sie solle unter der Fachaufsicht des Wirtschaftsministeriums stehen.

Umwelt- und Wirtschaftsministerium hätten sich außerdem darauf geeinigt, energieintensive Betriebe im Einzelfall bei den Kosten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu entlasten. Eine Branchenlösung sei damit vom Tisch. Ein entsprechendes Gesetz solle umgehend eingebracht werden, allerdings nur bis Juli kommenden Jahres gelten. Eine endgültige Regelung solle dann im Rahmen der geplanten EEG- Novelle gefunden werden.

Betroffene Unternehmen könnten der Einigung zufolge künftig vom EEG-Stromkostenanteil teilweise befreit werden. Sie müssten nachweisen, dass die Kosten «maßgeblich zu einer unbeabsichtigten Härte führen», hieß es aus der Regierung. Über die Anträge werde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entscheiden. Dort solle eine Einheit unter der Fachaufsicht des Umweltministeriums eingerichtet werden. Anträge sollen jeweils für ein Jahr bewilligt werden.

Nach dem EEG müssen Energiekonzerne Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Quellen an die entsprechenden Produzenten zahlen. Die Kosten können sie auf ihre Kunden umlegen. Energieintensive Betriebe etwa aus der Aluminiumindustrie klagen seit längerem über massive zusätzliche Belastungen und fordern eine Härtefallregelung. Das Umweltministerium wirft den Netzbetreibern vor, der Industrie mehr als die tatsächlichen EEG-Umlagekosten in Rechnung zu stellen.

 


© ArtToday

Der Wettbewerb auf dem Strommarkt wird zukünftig durch eine Regulierungsbehörde überwacht.

 

 Mehr Informationen:

BMU

vista verde:
- Erneuerbare Energien
- Ökostrom

 

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