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Energieverbrauch: Verbände fordern
Labels für Autos und Wohnraum
Verbraucherschützer, der
Deutsche Mieterbund und der Verkehrsclub Deutschland haben eine
Kennzeichnung des Energiebedarfs von Autos und Wohnraum gefordert.
Berlin (dpa) - In einer in Berlin
anlässlich des Weltverbrauchertags an diesem Samstag verbreiteten
Erklärung werfen die Verbände der Bundesregierung Versäumnisse
vor. Es müsse nun umgehend ein leicht verständliches
Label eingeführt werden, damit Verbraucher beim Autokauf
oder der Immobilienwahl den Energiebedarf auf einen Blick erkennen
könnten.
Der Energiebedarf von Autos müsse
nach EU-Recht schon heute gekennzeichnet werden, kritisierte der
Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Bundesregierung habe
es aber seit mehr als zwei Jahren versäumt, dies in deutsches
Recht umzusetzen. Nach Auffassung der Verbände soll die Kennzeichnung
des Energiebedarfs bei Neuwagen sowie Wohnungen und Häusern
nach dem Vorbild der Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten
erfolgen.
Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) forderte die Oppositionsfraktionen
im Bundestag dazu auf, das Verbraucherinformationsgesetz nicht
länger zu blockieren. Die CSU lehnte das Gesetz, das die
Union mit ihrer Bundesrats-Mehrheit bereits im vergangenen Jahr
scheitern ließ, erneut ab.
Verbraucherministerin Renate
Künast (Grüne) hatte angekündigt, noch im Laufe
des Jahres einen neuen Anlauf für das Gesetz zu unternehmen.
Mit der Neuregelung hätten Verbraucher etwa bei Lebensmittelskandalen
erstmals den Rechtsanspruch, bei Behörden Auskunft über
betroffene Produkte und deren Hersteller zu erhalten.
Der Deutsche Bauernverband forderte
Kunden anlässlich des Weltverbrauchertages dazu auf, sich
im Konkurrenzkampf des Lebensmittelhandels nicht nur an Billigstpreisen
zu orientieren. Käufer müssten über faire Preise
ihren Teil der Verantwortung für hochwertige landwirtschaftliche
Produkte tragen, teilte der Verband in Berlin mit.
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