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Energie:
Wellenkraftwerk vom Stapel gelaufen
Der Prototyp eines neuartigen
Wellenkraftwerks ist am Montag im dänischen Aalborg vom Stapel
gelaufen.
(jkm) - Der "Wave Dragon"
geht auf eine Idee des Erfinders Erik Friis-Madsen zurück
und fängt Wellen in einem über dem Wasserspiegel liegenden
Sammelbecken auf. Indem das Wasser von dort aus ins Meer zurückströmt,
treibt es Turbinen zur Stromerzeugung an.
Der nun am Aalborger Kai liegende
Prototyp im Maßstab 1:4,5 wiegt 237 Tonnen und besitzt zwei
trichterförmig angeordnete, 28 Meter lange Reflektoren. Diese
leiten ankommende Wellen auf eine 27 Meter breite Rampe, über
die sie, von ihrem eigenen Schwung getrieben, bergauf in ein Sammelbecken
im Zentrum der Konstruktion rutschen.

© TU München
Funktionsskizze
des Wave Dragon
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Die von Rudolf Schilling und seiner
Arbeitsgruppe an der TU München entwickelten Turbinen des
Prototyps treiben Generatoren mit einer bescheidenen Nennleistung
von 20 Kilowatt an. Derzeit geht es den Beteiligten an dem internationalen
Projekt auch eher darum, mehr über Verhalten und Belastbarkeit
des Kraftwerks zu erfahren. Dazu soll der Prototyp Ende März
in den dänischen Fjord Nissum Bredning geschleppt und dort
zwei Jahre lang getestet werden.
Verlaufen die Test an dem Modell
erfolgreich, soll im Jahr 2006 die Großausführung folgen.
Mit einem 260 Meter weit geöffneten Reflektor-Trichter soll
sie Wellen in ein 5.000 Kubikmeter großes Sammelbecken leiten,
bei einer Fallhöhe von drei Metern sollen ihre Generatoren
dann vier Megawatt elektrische Leistung liefern. Die langfristige
Planung sieht vor, mehrere solcher Kolosse in 25 Kilometer vor
der Küste liegenden Parks zusammenzufassen.
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