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Berlin und Paris: Diesel-Schadstoffe
europaweit eindämmen
Deutschland und Frankreich
wollen gemeinsam für saubere Dieselmotoren in ganz Europa
eintreten.
Brüssel (dpa) - Nach der
europaweiten Verringerung des Schwefels im Benzin sollen bis 2010
Filter in allen Dieselfahrzeugen den Ausstoß schädlicher
Feinpartikel bändigen. Das sagte Bundesumweltminister Jürgen
Trittin am Dienstag nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen
in Brüssel. Mit Steuervorteilen solle schon früher zur
Umstellung auf sauberere Technik angeregt werden.
Nach der Umweltnorm Euro 4, die
europaweit 2005 in Kraft tritt, solle Euro 5 folgen und den Schadstoffausstoß
von Dieselmotoren weitestgehend eindämmen, erläuterte
der Minister. Euro 4 habe bereits sehr zur Minderung der Luftverschmutzung
durch Benzinmotoren beigetragen.
Aber die zunehmende Beliebtheit
der an sich umweltfreundlicheren Dieselmotoren lasse befürchten,
dass der Ausstoß von Feinpartikeln in den nächsten
Jahren um bis zu 60 Prozent zunehme. Diese Partikel gelten als
Mitverursacher von Atemwegserkrankungen und sind auch verdächtig,
Krebs erregen zu können. Auch der Ausstoß von Stickoxiden,
dem Verursacher des «Sommersmogs», werde wachsen,
wenn nicht gegengesteuert wird, warnte Trittin.
Die Technik zur Verringerung
dieser Schadstoffe sei vorhanden, betonte der Minister. Filter
könnten bis zu 99 Prozent der Feinpartikel unterdrücken.
Wenn ein solcher Schutz von 2010 an in der Europäischen Union
verbindlich werden solle, müsse jetzt mit den Vorbereitungen
begonnen werden, sagte Trittin.
Nach seinen Angaben haben einige
Länder bereits positiv auf die deutsch-französische
Initiative reagiert. Die EU-Kommission wolle bereits beim Treffen
der Umweltminister im Juni Vorschläge unterbreiten. Trittin
sagte, ähnlich wie bei der Umstellung auf Euro 4 vor 2005
könnte auch die vorzeitige Umrüstung auf die künftige
Dieselnorm steuerlich gefördert werden.
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