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Modellversuch in Kassel:
Joghurtbecher aus Mais als erfolgreich
bewertet
Joghurtbecher und Einkaufstüten
aus Mais- oder Kartoffelstärke haben sich in einem Modellversuch
in Kassel bewährt.
Frankfurt/Main (dpa) - Joghurtbecher
und Einkaufstüten aus Mais- oder Kartoffelstärke haben
sich in einem Modellversuch in Kassel bewährt. Die Verbraucher
hätten die kompostierbaren Verpackungen akzeptiert, hieß
es vom Bundesverbraucherschutzministerium am Donnerstag in Frankfurt.
Bei dem von Ministerium und Industrie
unterstützten Projekt hätten 80 Geschäfte eineinhalb
Jahre lang rund ein Dutzend Produkte in den Öko-Verpackungen
verkauft.
Getestet wurden 31 Tonnen biologisch
abbaubare Verpackungen für Windeln, Blumen oder Obst und
andere Lebensmittel. Sie waren mit einem orangefarbenen Sechseck
und dem Aufdruck «kompostierbar» gekennzeichnet.
«60 Prozent der Verpackungen
haben die Verbraucher in die Biotonne geworfen», sagte Abfallexperte
Werner Bidlingmaier von der Weimarer Bauhaus-Universität.
Zudem sei im Vergleich zum Recycling herkömmlicher Kunststoff-Verpackungen
aus Erdöl die Kompostierung von Material aus nachwachsenden
Rohstoffen erheblich billiger.
Am Ende des Projekts hätten
mehr als 80 Prozent der Kasseler die neuen Verpackungen gekannt,
sagte Projektleiter Martin Lichtl. Fast alle hätten den Ersatz
konventioneller durch die biologisch abbaubaren Verpackungen befürwortet.
Der Zeitpunkt einer Markteinführung der Verpackungen aus
Mais- oder Kartoffelstärke sei aber noch ungewiss.
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