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«Kein Diesel ohne Filter»:
Bündnis zeigt Autoindustrie «rote Karte»
Umweltverbände haben der
deutschen Automobilindustrie vorgeworfen, zu wenig gegen gesundheitsschädigenden
Ruß aus Dieselmotoren zu tun.
Berlin (dpa) - Die Hersteller
blockierten weitgehend die Forderung, vom Sommer an in alle Diesel-
Fahrzeuge Rußfilter einzubauen, sagte der Koordinator der
Initiative «Kein Diesel ohne Filter», Jürgen
Resch, am Donnerstag in Berlin. Der Bund Umwelt und Naturschutz
in Deutschland (BUND) macht Dieselruß für jährlich
8000 Lungenkrebsfälle in Deutschland verantwortlich.
Nur Ford in Köln habe für
das zweite Halbjahr ein Diesel-Auto mit Filter angekündigt,
sagte Resch. Volkswagen, DaimlerChrysler, Audi, BMW und Opel hingegen
hätten bislang wenig Initiative in dieser Richtung gezeigt.
Das Bündnis «Kein Diesel ohne Filter» startete
im November 2002 seinen Kampf um saubere Luft und beklagt die
massiven Gesundheitsschäden durch den Dieselruß.
Vorreiter bei der Nutzung der
Diesel-Filtertechnik sei der französische Hersteller PSA
(Peugeot/Citroen). Er biete sechs Modelle an und hat nach eigenen
Angaben bislang 400.000 Dieselautos mit Filter verkauft. Es sei
schade, dass die deutschen Hersteller ihre «innovativen
Kräfte» eher in die Entwicklung eines 1100-PS-Motors
steckten als in die Filtertechnik, sagte Resch.
Der Kauf von Neuwagen mit Filter
soll nach den Forderungen der Verbände steuerlich gefördert
werden. Das Umweltbundesamt in Berlin schlägt zudem vor,
die Grenzwerte für den Partikelausstoß für Dieselfahrzeuge
weiter zu senken. Dem Bündnis «Kein Diesel ohne Filter»
gehören die Deutsche Umwelthilfe, der BUND, der Verkehrsclub
Deutschland (VCD) und auch Kinderschutzorganisationen an.
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