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- 31.01.2003 -

 

 

 

 


 

Solarwärme: Förderung stark angehoben

Die Bundesregierung erhöht die Förderung von Solarkollektoren um mehr als ein Drittel und will den Anteil erneuerbarer Energien weiter ausbauen.

Berlin (dpa) - Schon von diesem Samstag (1. Februar) an steigt der staatliche Zuschuss von 92 Euro auf 125 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche, teilte das Bundesumwelt- ministerium am Freitag auf Anfrage mit. Eine durchschnittliche Anlage von neun Quadratmetern wird damit einmalig mit 1125 Euro gefördert.

Grund für die deutliche Erhöhung der Förderung ist der Markteinbruch bei Solarkollektoren. Nach Branchenangaben ging die Nachfrage im vergangenen Jahr um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Viele Unternehmen in der Solarbranche sind von Insolvenz bedroht. Andere erneuerbare Energien wie Windkraft verzeichneten hingegen starkes Wachstum.

Solarkollektoren werden auf Dächern errichtet und erzeugen durch Sonnenstrahlung Warmwasser und Heizungswärme. Die Mittel für die Förderung kommen aus der Ökosteuer. Aus den Ökosteuer-Einnahmen fließen in diesem Jahr 190 Millionen Euro in das so genannte Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien, im Jahr 2004 sind es 200 Millionen Euro.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schätzt nach Angaben des Ministeriums, dass sich die Zusagen für die Förderung von Solarkollektoren in diesem Jahr gegenüber 2002 auf 80 Millionen Euro verdoppeln werden. Das Amt zahlt die Fördermittel im Auftrag des Bundesumweltministeriums aus. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) erklärte, sie erwarte einen Ansturm auf die Fördermittel. Die UVS ist ein Zusammenschluss von 350 deutschen Solarunternehmen.

Erneuerbare Energien weiter ausbauen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zog im Bundestag eine positive Bilanz beim Ausbau erneuerbarer Energien. Durch das Gesetz habe sich der Anteil der etwa aus Wind- und Sonnenkraft gewonnenen regenerativen Energien am Stromverbrauch seit 1998 auf acht Prozent vervierfacht, sagte der Minister. Das rot-grüne Fördermodell habe etliche Arbeitsplätze geschaffen und sei von vielen Staaten übernommen worden.

Trittin warb auch für einen Konsens bei der anstehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), bei der etwa Off-Shore-Windanlagen stärker gefördert werden sollen. Kritik gab es vom Bundesverband der Energieabnehmer (VEA). Er beklagte, das EEG werde die Wirtschaft in diesem Jahr mit drei Milliarden Euro belasten. Der Verband forderte erneut eine Obergrenze für die Belastung durch das Gesetz. Trittin lehnt Härtefallregelungen aber ab.

 

 Mehr Informationen:

BMU: Erneuerbare Energien

BAFA

UVS

VEA

vista verde:
- Solarenergie
- Erneuerbare Energien

 

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