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Solarwärme: Förderung stark
angehoben
Die Bundesregierung erhöht
die Förderung von Solarkollektoren um mehr als ein Drittel
und will den Anteil erneuerbarer Energien weiter ausbauen.
Berlin (dpa) - Schon von diesem
Samstag (1. Februar) an steigt der staatliche Zuschuss von 92
Euro auf 125 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche, teilte
das Bundesumwelt- ministerium am Freitag auf Anfrage mit. Eine
durchschnittliche Anlage von neun Quadratmetern wird damit einmalig
mit 1125 Euro gefördert.
Grund für die deutliche
Erhöhung der Förderung ist der Markteinbruch bei Solarkollektoren.
Nach Branchenangaben ging die Nachfrage im vergangenen Jahr um
40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Viele Unternehmen
in der Solarbranche sind von Insolvenz bedroht. Andere erneuerbare
Energien wie Windkraft verzeichneten hingegen starkes Wachstum.
Solarkollektoren werden auf Dächern
errichtet und erzeugen durch Sonnenstrahlung Warmwasser und Heizungswärme.
Die Mittel für die Förderung kommen aus der Ökosteuer.
Aus den Ökosteuer-Einnahmen fließen in diesem Jahr
190 Millionen Euro in das so genannte Marktanreizprogramm für
erneuerbare Energien, im Jahr 2004 sind es 200 Millionen Euro.
Das Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schätzt nach Angaben des Ministeriums,
dass sich die Zusagen für die Förderung von Solarkollektoren
in diesem Jahr gegenüber 2002 auf 80 Millionen Euro verdoppeln
werden. Das Amt zahlt die Fördermittel im Auftrag des Bundesumweltministeriums
aus. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) erklärte,
sie erwarte einen Ansturm auf die Fördermittel. Die UVS ist
ein Zusammenschluss von 350 deutschen Solarunternehmen.
Erneuerbare Energien weiter
ausbauen
Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) zog im Bundestag eine positive Bilanz beim
Ausbau erneuerbarer Energien. Durch das Gesetz habe sich der Anteil
der etwa aus Wind- und Sonnenkraft gewonnenen regenerativen Energien
am Stromverbrauch seit 1998 auf acht Prozent vervierfacht, sagte
der Minister. Das rot-grüne Fördermodell habe etliche
Arbeitsplätze geschaffen und sei von vielen Staaten übernommen
worden.
Trittin warb auch für einen
Konsens bei der anstehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG), bei der etwa Off-Shore-Windanlagen stärker gefördert
werden sollen. Kritik gab es vom Bundesverband der Energieabnehmer
(VEA). Er beklagte, das EEG werde die Wirtschaft in diesem Jahr
mit drei Milliarden Euro belasten. Der Verband forderte erneut
eine Obergrenze für die Belastung durch das Gesetz. Trittin
lehnt Härtefallregelungen aber ab.
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