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Windpark bei Sylt:
Zweite Windenergie-Anlage in Nordsee
genehmigt
Vor der deutschen Nordseeküste
kann ein zweiter Windpark entstehen. Das 34 Kilometer westlich
von Sylt geplante Projekt «Butendiek» mit 80 Windrädern
hat vom BSH grünes Licht bekommen.
Hamburg (dpa) - «Es musste
viel Pionierarbeit geleistet werden», sagte der Präsident
des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH),
Peter Ehlers, am Mittwoch in Hamburg zu dem zwei Jahre dauernden
Genehmigungsverfahren. Beim BSH sind 30 weitere Projekte anhängig.
2001 war bereits ein Windpark mit zwölf Anlagen bei Borkum
genehmigt worden.
Die Umweltschutzorganisation
Greenpeace begrüßte die Genehmigung. Die Bundesregierung
habe bis 2010 eine Energieproduktion von 3000 Megawatt durch Offshore-Windanlagen
vorgesehen: «Diese Menge entspricht dem Strom der bis dahin
für den Ausstieg vorgesehenen Atomkraftwerke», sagte
Sven Teske von Greenpeace. «Butendiek» soll 200.000
Haushalte vor allem in Nordfriesland und in den Kreisen Flensburg
und Schleswig versorgen.
Der Standort des Windparks liegt
nach den Worten des BSH- Präsidenten in einem von Schiffen
wenig befahrenen Gebiet. Das Kollisionsrisiko sei daher gering.
Auch eine Gefährdung der Schweinswale oder der schützenswerten
Vogelarten Pracht- und Sterntaucher sei nicht anzunehmen. Angesichts
der Entfernung zur Insel sei der Windpark selbst bei guter Sicht
an 15 bis 20 Tagen pro Jahr nur verschwommen am Horizont zu sehen
und beeinträchtige den Ausblick daher kaum, ergänzte
Ehlers. Die BSH-Genehmigung erlischt, wenn nicht bis zum 1. Juni
2005 mit dem Bau begonnen wurde.
Wer den Zuschlag unter derzeit
vier Bewerbern zum Bau der Anlage bekommt, soll nach Angaben des
Geschäftsführers Wolfgang Paulsen im 1. Quartal kommenden
Jahres entschieden werden. Die 80 Rotor- tragenden Säulen
werden in Fünferreihen aufgestellt, mit 500 Metern Abstand
zwischen den einzelnen Anlagen und 1000 Meter Abstand zwischen
den Reihen. Somit wird eine Fläche von 37 Quadratkilometern
abgedeckt. Die Fundamente werden im 20 Meter tief liegenden Meeresboden
verankert.
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