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«Blauer Engel»
sticht in See:
Umweltzeichen nun auch für Schiffe
Der «Blaue Engel»
sticht in See: Künftig können auch Reedereien das Umweltzeichen
für umweltschonenden Schiffsbetrieb beantragen.
Berlin (dpa) - Schiffe mit dem
«Blauen Engel» seien nicht nur umweltfreundlicher,
sondern auch sicherer, erklärte der Vorsitzende der Jury
Umweltzeichen, Gerd Billen, am Mittwoch in Berlin. «Ich
hoffe, dass viele Unternehmen, die Waren per Schiff beziehen oder
selbst nach Übersee liefern, den "Blauen Engel"
von ihren Reedereien einfordern werden.» Auch bei den «Traumschiffen»
bestehe aber noch ökologischer Nachholbedarf.
Für die Auszeichnung müssen
Schiffe eine Reihe von umwelt- und bautechnischen Voraussetzungen
erfüllen. So müssen sie schwefelarmen Brennstoff verwenden
und ihre Stickoxid-Emissionen um mehr als 20 Prozent reduzieren.
Die an Bord entstehenden Abfälle und Abwässer müssen
mit fortschrittlichen technischen Systemen behandelt werden. Weitere
Kriterien sind Tariflohn und Umweltschutztraining für die
Besatzung.
Darüber hinaus müssen
bauliche Anforderungen erfüllt werden, etwa ein Notschleppsystem.
In der Vergangenheit hätten manövrierunfähige Schiffe
immer wieder zu Gefahren für Leib und Leben der Besatzung,
aber auch für die Küsten und das Wattenmeer geführt,
erklärte Billen. Außerdem muss der Eigner bereits heute
vollständig auf Schiffsanstriche verzichten, die zinnorganische
Verbindungen enthalten.
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