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Studie: Dosenpfand führt zu Mehrweg-Steigerung
in Teilen des Handels
Das
für Januar kommenden Jahres geplante Dosenpfand wird nach
einer Studie zu einer deutlichen Stärkung der Mehrwegquote
in Teilen des Handels führen.
Berlin (dpa) - In eigenständigen
Lebensmittelläden, Getränkeabholmärkten, Tankstellen
und Kiosken werden demnach Dosen und Einweg-Flaschen in großem
Umfang aus den Regalen verschwinden. Die Studie der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) umfasste keine Handelsketten und
Discounter. Teile der Untersuchung wurden am Freitag in Berlin
vom Bundesverband des Getränkefachgroßhandels - einem
Dosenpfand-Befürworter - in Abstimmung mit der Nürnberger
GfK veröffentlicht.
Die GfK befragte im Oktober 750
Lebensmittelgeschäfte, 300 Getränkeabholmärkte,
120 Kioske und 450 Tankstellen. Für alle untersuchten Getränkegruppen
zeige sich ein übereinstimmender Trend hin zu Mehrweg. In
selbstständigen Lebensmittelgeschäften soll sich demnach
mit dem Dosenpfand der Anteil des in Einweg-Verpackungen angebotenen
Bieres mehr als halbieren. Der Anteil sinke von 30 auf 13 Prozent.
Ebenfalls halbieren werde sich die Anzahl der Getränkedosen
und Plastik-Einwegflaschen bei Cola und Cola-Mischgetränken.
Ihr Anteil reduziere sich von 38 auf 19 Prozent.
Nach dem Beschluss der Bundesregierung
muss für Dosen und Einwegflaschen mit Bier, Cola, Wasser
und Limonade vom 1. Januar 2003 an ein Pfand von mindestens 25
Cent gezahlt werden. Diese Regelung beruht auf der Verpackungsverordnung,
die 1991 unter der von Union und FDP gestellten Bundesregierung
eingeführt wurde. Die darin vorgesehene Pfandpflicht war
nur so lange ausgesetzt, wie der Anteil der Mehrwegverpackungen
über 72 Prozent lag. Nach Schätzungen ist die Quote
inzwischen auf unter 60 Prozent gesunken.
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